Panorama

Kleine Geste, große Wirkung Mitschüler überraschen gemobbten Jungen

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Robinson ist von den Geschenken seiner Klassenkameraden gerührt.

(Foto: Facebook/Stephanie V.Myers)

Dass kleine Gesten im Alltag eine Menge bewirken können, wird in einem Klassenzimmer in den USA deutlich. Ein 15-Jähriger erlebt jahrelanges Mobbing in der Schule. Mit seiner jetzigen Klasse hat er deutlich mehr Glück.

An einer Schule in den USA erfährt ein ehemaliges Mobbingopfer, wie stark der Zusammenhalt zwischen ihm und seinen Klassenkameraden sein kann. Azrael Robinson ist 15 Jahre alt und leidet an den Attacken seiner ehemaligen Mitschüler. An seiner alten Schule ist er von Kindern aus seiner Klasse gemobbt worden. Inzwischen besucht Robinson die neunte Klasse der LaVergne High School in Tennesse.

Mobbing an Schulen ist keine Seltenheit und geht an den Betroffenen nicht spurlos vorbei. Auch Robinson leidet noch an den Folgen der zurückliegenden Hänseleien. In seiner neuen Klasse wird der Neuntklässler hingegen sehr gemocht. Er ist stets für seine Klassenkameraden da und hilft ihnen beispielweise bei Streitigkeiten. Robinson selbst scheint jedoch nicht glücklich zu sein. Dass ihn die Erfahrungen aus der Vergangenheit noch immer belasten, merken auch seine Mitschüler. Sie möchten ihm eine Freude machen und zeigen, dass sie froh über ihren neuen Mitschüler sind. Zwei Schüler, Kerolos Girgis und Dylan Norton, werden schließlich aktiv.

Die beiden Jungen sammeln in der Klasse Geld, um Robinson eine Freude zu machen. Davon kaufen sie ihm neue Sportschuhe und schenken ihm noch etwas Geld sowie Kleidungsstücke, aus denen sie bereits rausgewachsen sind. In der Klasse überreichen Girgis und Norton dem ehemaligen Mobbingopfer schließlich die Geschenke.

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Als dieser die neuen Turnschuhe auspackt, kommen ihm Freudentränen. Er bedankt sich gerührt bei seinen Mitschülern. Diese versichern ihm, dass er die Geschenke mehr als verdient hat. Stephanie V. Myers, die große Schwester einer Mitschülerin, ist von der Geste bewegt und veröffentlicht das emotionale Video auf Facebook. Sie kommentiert es mit den Worten "Kinder wie diese geben uns Hoffnung".  "Today online" berichtet die Biologielehrerin der Klasse, sie habe in den zwanzig Jahren als Lehrerin noch nie so eine liebenswürdige Geste in einem Klassenzimmer erlebt. Auch die Mutter des Jungen war von der Aktion mehr als überrascht. Traci Robinson berichtete, sie sei zunächst alarmiert gewesen, als ihr Sohn nach der Schule im Auto geweint habe. Aber dann habe sie verstanden, dass die Tränen diesmal Freudentränen sind.

Quelle: lkl