Panorama

Nach grausamer Tat im Jahr 2004 Mörderin Montgomery hingerichtet

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Lisa Montgomery wurde 2007 zum Tode verurteilt.

(Foto: REUTERS)

Nach tagelangem juristischen Tauziehen ist es nun geschehen: Erstmals seit den 1950er Jahren wird in den USA auf Bundesebene ein Todesurteil gegen eine Frau vollstreckt. Zuvor hatten die Anwälte von Lisa Montgomery noch ein Gnadengesuch an Präsident Trump gerichtet. Das Staatsoberhaupt ignorierte es.

In den USA ist das erste Mal seit fast 70 Jahren eine Frau durch die US-Bundesjustiz hingerichtet worden. Das Todesurteil gegen Lisa Montgomery sei heute in der Justizvollzugsanstalt Terre Haute im Bundesstaat Indiana vollstreckt worden, teilte das US-Justizministerium mit. Der Oberste Gerichtshof hatte kurz zuvor den Weg für die Hinrichtung frei gemacht.

Die 52-Jährige war wegen eines grausamen Mordes an einer Schwangeren zum Tode verurteilt worden. Ein Gericht im Bundesstaat Indiana hatte die Vollstreckung des Urteils am Montag wegen Zweifeln an Montgomerys Geisteszustand zunächst ausgesetzt. Ein Berufungsgericht hob die Entscheidung einen Tag später jedoch auf. Der Supreme Court in Washington gab schließlich den Behörden recht.

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Es war die erste Hinrichtung einer Frau durch die US-Bundesjustiz seit dem Jahr 1953. Montgomery hatte 2004 eine Hochschwangere erwürgt und ihr dann das Baby aus dem Bauch geschnitten. Einen Tag nach der Tat wurde sie in ihrem Haus in Skidmore im US-Bundesstaat Missouri rund 250 Kilometer vom Tatort entfernt festgenommen. Das geraubte Baby, das die grausige Tat überlebte, hatte sie bei sich. Vor ihrem Geständnis erzählte sie der Polizei und ihrem Mann, dass sie das Mädchen selbst zur Welt gebracht habe.

Montgomery wurde im Jahr 2007 zum Tode verurteilt. Das US-Justizministerium entschied im vergangenen Jahr in ihrem Fall sowie bei zwölf anderen zum Tode verurteilten Häftlingen in US-Bundesgefängnissen, dass die Hinrichtungen vollzogen werden sollten. Zuvor waren Hinrichtungen durch die Bundesjustiz 17 Jahre lang ausgesetzt gewesen. Der scheidende US-Präsident Donald Trump ist ein Befürworter der Todesstrafe. Ein Gnadengesuch von Montgomerys Anwälten ignorierte er.

Quelle: ntv.de, fzö/AFP