Kreislaufprobleme in der KutscheMünchens OB Krause verlässt Oktoberfest-Umzug vorzeitig

Der Fassanstich am Samstag gelingt ihm problemlos. Doch den traditionellen Umzug zur Wiesn muss Münchens Oberbürgermeister Krause vorzeitig wegen Kreislaufbeschwerden abbrechen. Damit fällt für den Grünen-Politiker auch ein besonderer Termin ins Wasser.
Münchens Oberbürgermeister Dominik Krause hat den traditionellen Trachten- und Schützenzug zum Oktoberfest vorzeitig wegen Kreislaufproblemen verlassen. Krause, der erst seit Mai 2026 im Amt ist, war etwa auf halber Strecke von seiner Kutsche gestiegen. Krauses Sprecher bestätigte den Vorfall auf Anfrage und beschwichtigte zugleich: "Der OB war heute Morgen vom Start des Umzugs bis zum Odeonsplatz dabei, hatte dann aber ein bisschen Kreislaufprobleme. Er pausiert deswegen jetzt, damit er morgen wieder fit ist. Halb so wild."
Dabei hatte der Tag für Krause gut begonnen. Gemeinsam mit seinem Partner Sebastian Müller saß er in einer Ehrenkutsche, als sich der große Zug am Vormittag in Bewegung setzte. Rund sieben Kilometer lang ist die Strecke, die vom Maxmonument an der Maximilianstraße quer durch die Innenstadt bis zur Theresienwiese führt.
Rund 8300 Mitwirkende in historischen und traditionellen Gewändern zogen in 148 Gruppen und 50 Zugnummern durch München, darunter Trachtler, Schützen, Fahnenschwinger, Fanfarenzüge und die Münchner Schäffler. Festkutschen und geschmückte Brauerei-Gespanne begleiteten den Zug. Die Teilnehmenden kamen aus Deutschland sowie aus Österreich, den Niederlanden, Polen, Slowenien, Kroatien und der Schweiz.
Medienberichte spekulieren, dass das gute Wetter mit praller Sonne Krause zugesetzt haben könnten. Der Grünen-Politiker sagte vorsichtshalber auch noch seinen Besuch des Gay Sunday in der Bräurosl ab. Es wäre das erste Mal gewesen, dass ein schwuler Oberbürgermeister Münchens den Termin wahrgenommen hätte.
Die wohl wichtigste Bewährungsprobe seiner ersten Wiesn als Stadtoberhaupt hat Krause bereits am Samstag hinter sich gebracht. Beim Anstich des ersten Bierfasses in der Schottenhamel-Festhalle am Samstag benötigte er nur zwei Schläge. Schon am Montag soll es für ihn bei der "Wiesn mit Herz" weitergehen, eine offizielle Aktion der Oktoberfest-Wirte, bei der Menschen mit geringem Einkommen oder von Altersarmut Betroffene zu einem kostenlosen Essen und einem Getränk auf das Oktoberfest eingeladen werden.
