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Kein Zugang für Ungeimpfte New York erlässt Impfpflicht für Restaurants

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Die neue Regelung gilt auch für Personal.

(Foto: picture alliance / STRF/STAR MAX/IPx)

Die USA wollen der Delta-Variante zuvorkommen und ihrer Impfkampagne neuen Schub verleihen. In New York greift Bürgermeister de Blasio zu einer drastischen Maßnahme: Er nimmt Ungeimpften den "Schlüssel" zu Restaurants, Fitnessstudios und anderen Einrichtungen weg.

Als erste US-Stadt führt New York City einen Corona-Impfpass für bestimmte Aktivitäten ein. Die Bürger der Millionenstadt müssen in Zukunft eine Impfung nachweisen, wenn sie Restaurants, Fitnessstudios und Aufführungen in Innenräumen besuchen wollen, wie Bürgermeister Bill de Blasio am Dienstag ankündigte. "Wenn Sie geimpft sind, haben Sie den Schlüssel, dann können Sie die Tür öffnen. Aber wenn Sie nicht geimpft sind, werden Sie leider an vielen Dingen nicht teilnehmen können."

Der Gesundheitspass "Key to NYC" - "Schlüssel zu New York City" - wird zum 16. August eingeführt. Zunächst gilt demnach eine Übergangszeit, ab 13. September sollen dann auch Kontrollen vorgenommen werden. Die Regelung gilt demnach für die Innenräume von Restaurants, Veranstaltungs- und Sportstätten und betrifft sowohl Besucher als auch Angestellte. Erforderlich sei "mindestens eine Impfdosis", sagte de Blasio.

Zuvor hatte der New Yorker Bürgermeister ähnliche Regelungen für das städtische Personal angekündigt, darunter Polizisten, Lehrer sowie medizinisches Personal. De Blasio teilte am Montag zudem mit, dass New York künftig nur noch bereits geimpfte Menschen neu einstellen werde. Zusätzlich empfahl er allen Menschen, auch bereits geimpften, in öffentlichen Innenräumen wieder Masken anzuziehen - ordnete dies aber nicht offiziell an.

Drei von vier New Yorkern geimpft

Die Maßnahmen, die auch andernorts in den USA eingeführt wurden, sind eine Reaktion auf die sich rasch ausbreitende Delta-Variante des Coronavirus und die steigenden Infektionszahlen. Vor allem bei Ungeimpften kommt es deshalb vermehrt zu Hospitalisierungen. In den vergangenen zwei Wochen haben New Yorks Bürgermeister de Blasio und der Gouverneur des Bundesstaats New York, Andrew Cuomo, deshalb ihre Bemühungen ausgeweitet, der Impfkampagne neuen Schub zu verleihen.

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So gelten auch für den Bundesstaat in Zukunft strengere Zugangsregeln. Medizinisches Personal, städtische Mitarbeiter und auch alle Mitarbeiter der öffentlichen Verkehrsbetriebe müssen ab September entweder geimpft sein oder sich regelmäßig testen lassen, wie Gouverneur Coumo mitteilte. Das gelte auch für die rund 68.000 Mitarbeiter der Nahverkehrsbehörde MTA, die unter anderem für U-Bahnen und Busse in New York City zuständig ist, sowie für die Mitarbeiter der Port Authority, die die Flughäfen betreibt.

Von den mehr als acht Millionen Einwohnern der Metropole New York haben nach Angaben der Stadt rund 72 Prozent mindestens eine erste Impfdosis erhalten.

Quelle: ntv.de, chr/AFP/dpa

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