Panorama

Viele Fälle von BA.2 auch in EU Omikron-Variante auf dem Vormarsch

In etwa 40 weiteren Ländern sei der Subtyp ebenfalls aufgetreten.

In etwa 40 weiteren Ländern sei der Subtyp ebenfalls aufgetreten.

(Foto: picture alliance/dpa)

Während sich Experten noch mit der Frage beschäftigen, wie gefährlich Omikron ist, verzeichnen bereits mehrere Länder Neuinfektionen mit dem Subtyp BA.2. Besonders betroffen ist Skandinavien. Die rasche Ausbreitung der Untervariante in Dänemark sorgt für Überraschung, Panik sei aber nicht angebracht.

Ein Subtyp der Omikron-Variante des Coronavirus breitet sich in einigen Ländern rasch aus. Noch ist unklar, welchen Einfluss die Untervariante BA.2 auf den Verlauf der Pandemie haben wird. Ersten Erkenntnissen zufolge verursacht sie keine schwereren Erkrankungen als Omikron.

In den ersten zehn Tagen des Jahres seien in Großbritannien mehr als 400 Infektionen mit BA.2 festgestellt worden, teilten die Gesundheitsbehörden in London mit. In etwa 40 weiteren Ländern sei der Subtyp ebenfalls aufgetreten. Die meisten Fälle gebe es in Indien, Dänemark und Schweden. "Noch ist unklar, welche Bedeutung die Veränderungen im Virusgenom haben", teilte die Behörde mit. Deshalb werde die Entwicklung genau beobachtet.

"Was uns überrascht hat, ist die Schnelligkeit, mit der diese Untervariante, die in Asien in großem Umfang zirkuliert, sich in Dänemark ausgebreitet hat", sagt der französische Epidemiologe Antoine Flahault. "Das Land erwartete Mitte Januar den Höhepunkt der Ansteckungen, der blieb jedoch aus. Vielleicht ist das auf diese Subvariante zurückzuführen." Diese scheine leichter übertragbar zu sein als der ursprüngliche Omikron-Typ BA.1, sagt der Leiter des Instituts für Globale Gesundheit der Universität Genf.

BA.2 wohl nicht gefährlicher

Angesichts der Ausbreitung von BA.2 sei Wachsamkeit angesagt, nicht jedoch Panik, betont der Wissenschaftler. Nach bisherigem Kenntnisstand verliefen Infektionen mit dem Subtyp nicht schwerer. Diese Auffassung teilt auch der Virologe Tom Peacock vom Imperial College in London. "Sehr frühe Beobachtungen aus Indien und Dänemark deuten darauf hin, dass es keinen dramatischen Unterschied im Schweregrad im Vergleich zu BA.1 gibt", schrieb er auf Twitter. Seiner Einschätzung nach werde es "wahrscheinlich nur minimale Unterschiede in der Wirksamkeit des Impfstoffs gegen BA.1 und BA.2" geben. "Ich persönlich bin mir nicht sicher, ob BA.2 einen wesentlichen Einfluss auf die aktuelle Omikron-Welle der Pandemie haben wird", schrieb Peacock in seinen Tweets weiter. "Selbst bei einer geringfügig höheren Übertragbarkeit handelt es sich absolut nicht um eine Veränderung wie von Delta zu Omikron, sondern wahrscheinlich um eine langsamere und subtilere", prognostiziert er.

Auch der französische Gesundheitsminister Olivier Véran rechnet nicht damit, dass der neue Subtyp den Verlauf der Pandemie entscheidend beeinflussen wird: "Was wir im Moment wissen, ist, dass BA.2 mehr oder weniger den Eigenschaften entspricht, die wir von Omikron kennen."

Quelle: ntv.de, ysc/AFP

ntv.de Dienste
Software
Social Networks
Newsletter
Ich möchte gerne Nachrichten und redaktionelle Artikel von der n-tv Nachrichtenfernsehen GmbH per E-Mail erhalten.
Nicht mehr anzeigen