Panorama

Holpriger Start in den Frühling Ostereiersuche wird frostig und nass

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Wer die Ostereier draußen suchen will, sollte das lieber am Ostermontag tun: Am Sonntag ist sogar eine geschlossene Schneedecke möglich.

(Foto: dpa)

Das Osterwochenende hat meteorologisch einiges im Programm: Während der Karfreitag mit Sonne und angenehmen Temperaturen zum Spazierengehen einlädt, sollten die Ostereier am Sonntag eher nicht im Garten versteckt werden - da ist nämlich sogar Schnee möglich, wie n-tv Wetterexperte Björn Alexander im Interview verrät.

Dauerregen in vielen Landesteilen, Winter mit Schnee und Glätte im Nordosten: Das Wetter zeigte sich zuletzt sehr abwechslungsreich. Bleibt das auch zu Ostern so?

Alles in allem zieht unser Wetter auch am Wochenende so einige Register. Selbst eine geschlossene Schneedecke ist in der Nacht zum Ostersonntag in der Osthälfte bis runter in die tiefere Lagen nicht auszuschließen. Zumindest vorübergehend. Denn tagsüber wird es rasch wieder tauen. Schließlich sind wir dann schon im April und damit hat die Sonne, wenn sie denn mal rauskommt, schon viel Kraft.

Heißt das, dass ich mir auch schon einen Sonnenbrand holen kann?

Je nach Hauttyp auf jeden Fall. Denn auch wenn die Luft noch kalt ist, so sollten doch bei längerem Aufenthalt im Freien empfindlichere Hautpartien eingecremt werden.

Wie sieht es denn über das Osterwochenende hinaus in Sachen Frühling aus? Denn bisher hört sich das doch wieder eher wie Spätwinter an.

Zu Beginn der nächsten Wochen zeigen sich definitiv mal erste Aufwärtstendenzen. Auch die 20-Grad-Marke könnte zwischenzeitlich schon mal geknackt werden, beispielsweise nächste Woche Mittwoch. Allerdings wird es auch dann nicht ganz ohne Rückschläge gehen. Bereits am Donnerstag dürfte es wieder kühler werden. Und generell bleibt es auch in der ersten Aprilwoche häufig wechselhaft. Der Weg in den richtigen Frühling ist somit in diesem Jahr eher ein holpriger und die Nachwehen des Winters kommen uns immer wieder in die Quere.

Rückblickend betrachtet: Wie winterlich zeigte sich denn der März statistisch gesehen? Schließlich endet er ja bald.

Bisher hat der März 2018 eine negative Abweichung von etwa 1,3 Grad auf der Uhr. Damit war der März bei den durchschnittlichen Temperaturen fast 2 Grad kälter als der Januar 2018 und somit deutlich winterlicher. Und das kann natürlich auch schon mal nervig sein, wenn man im Januar den Winter gefühlt schon ad acta legen möchte und er dann nach einem kalten Februar auch noch den März über Bestand hat. Aber immerhin: Bis auf den gebietsweise sehr verregneten Mittwoch in dieser Karwoche war der März 2018 eher zu trocken bei einer fast ausgeglichenen Sonnenbilanz.

Trockener Sonnenschein wäre auch zu Ostern toll. Aber scheinbar wird es den nicht geben, oder?

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Der n-tv Wetterexperte Björn Alexander.

Wie gesagt: Das Wochenende hat meteorologisch gesehen einiges im Programm. Nach einem durchaus freundlichen, zum Teil auch sonnigen Karfreitag wird es zwar am Samstag und am Ostersonntag wieder wechselhafter und kühler. Jedoch zum Ostermontag zeigen die Wettercomputer wieder in Richtung ansteigende Temperaturen und Sonnenanteile.

Der Karfreitag wird also freundlich. Was bringen uns denn die folgenden Tage im Detail?

Am Samstag ist es vom Westen bis in die Landesmitte hinein öfter trocken und zumindest ab und zu zeigt sich auch mal die Sonne. Im großen Rest dominieren dagegen die Wolken und bringen Regen mit, der im Norden in der kälteren Luft auch von Schnee begleitet sein kann. Denn in Vorpommern bringen die Temperaturen gerade mal 3 Grad auf das Thermometer, während es am Oberrhein bis zu 13 Grad werden.

Und am Ostersonntag ist Schnee auch mit dabei?

Vor allem in den östlichen Landesteilen fällt aus kompakten Wolken Schneeregen oder Schnee bis in die tieferen Lagen. Je nachdem, wie das Timing ist, müsste dort das Ostereiersuchen somit sogar im Schnee stattfinden - oder Sie verlegen es gegebenenfalls auf den Ostermontag. Ansonsten dürfte der Sonntag besonders im Nordwesten durchaus länger aufgelockert und überwiegend trocken verlaufen. Wettertechnisch mittendrin zeigt sich derweil der Süden, denn dort ist es unbeständig mit Schauern, die an den Alpen ebenfalls bis in tiefere Bereiche als Schnee niedergehen. Die Temperaturen: maximal 1 Grad am Erzgebirge und bis zu 11 Grad am Rhein.

Wie sieht es am Montag aus?

Auch im Osten und Süden besser. Zwar startet der Ostermontag gebietsweise mit leichtem Frost oder Bodenfrost. Dafür gibt es mehr Chancen auf Sonne und die Schauer werden seltener. Auf wackligen Beinen steht die trockene Prognose allerdings in den westlichen Landesteilen. Denn dort sind die nächsten Tiefausläufer nah, so dass es im Tagesverlauf bereits den nächsten Regen geben könnte. Milder wird es aber so oder so bei Temperaturen zwischen 5 und 15 Grad.

Quelle: ntv.de