Panorama

Volle Säle und Stadien Österreich fährt ab Juli Leben wieder hoch

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"Werden wir nicht übermütig, bleiben wir nach wie vor vorsichtig", mahnte Kurz mit Blick auf die nächsten Wochen.

(Foto: picture alliance/dpa/APA)

Ein Versprechen kann Österreichs Kanzler Kurz wohl halten: Im Sommer soll trotz Corona-Pandemie wieder viel Normalität herrschen. Unter anderem sind volle Stadien und Hochzeiten wieder erlaubt - unter gewissen Voraussetzungen.

Österreich erlaubt ab 1. Juli wieder volle Stadien, Konzertsäle und Theater - und verzichtet dabei auch auf die Maskenpflicht. Die Obergrenzen für die Besucherzahl bei Veranstaltungen im Freien und in Gebäuden fielen dann weg, kündigte Vizekanzler Werner Kogler von den Grünen an. Voraussetzung sei immer, dass die Besucher getestet, genesen oder geimpft seien. Veranstaltungen mit mehr als 500 Personen seien zudem genehmigungspflichtig.

"Ab 1. Juli kann wieder geheiratet werden, kann wieder gefeiert werden", sagte Kanzler Sebastian Kurz von der ÖVP. Auch Open-Air Konzerte mit Stehplätzen könnten wieder stattfinden. Während die Maskenpflicht bei Veranstaltungen wegfällt, bleibt sie zum Beispiel in Supermärkten und in Bussen und Bahnen bestehen.

Grundlage für alle anstehenden Lockerungen sei die insgesamt sehr erfreuliche Entwicklung sowohl bei der Zahl der Neuinfektionen mit dem Coronavirus wie auch bei der immer geringeren Belegung der Klinikbetten mit Corona-Patienten, sagte Kurz. Als weiterer Schritt werde der Platzbedarf für Kunden im Handel bereits ab 10. Juni von 20 auf 10 Quadratmeter pro Kunde halbiert. Die Sperrstunde werde von 22 Uhr auf Mitternacht verlegt, hieß es. Die Sieben-Tage-Inzidenz in Österreich liegt aktuell bei etwa 40.

Situation in Krankenhäusern als Indikator

"Werden wir nicht übermütig, bleiben wir nach wie vor vorsichtig", mahnte Kurz vor allem mit Blick auf die nächsten Wochen. Steigende Infektionszahlen seien zwar aufgrund der Öffnungen möglich, aber sie allein seien nicht entscheidend. "Relevant für uns ist die Lage in den Spitälern", so Kurz. Hier sei aber angesichts des Impffortschritts nicht davon auszugehen, dass sich die Lage wieder zuspitze. Er sei froh, dass das Versprechen eines weitgehend normalen Sommers erfüllt werden könne, so der Regierungschef.

Für viele Einreisende entfällt ab 1. Juli die Pflicht, sich vor Grenzübertritt online zu registrieren. Wer die Grenze überquert, muss aber weiterhin getestet, genesen oder geimpft sein. Das Alter für die Testpflicht steigt ab 1. Juli von zehn auf zwölf Jahre. Der Tourismus läuft angesichts der immer geringeren Einreisehürden nach Angaben von Tourismusministerin Elisabeth Köstinger von der ÖVP wieder an. In den Feriengebieten sei die Buchungslage bereits über Pfingsten sehr gut gewesen. "Wir sehen in den Prognosen, dass sich das fortsetzen wird."

Erleichtert über die Öffnungen auch in der Kultur zeigte sich Kunst- und Kulturstaatssekretärin Andrea Mayer von den Grünen. "Die Kunst- und Kulturbranche hat stark unter dieser Pandemie gelitten, sie hat sich aber auch resilient und kreativ im Umgang mit der Krise gezeigt", so die Staatssekretärin. Die großen Sommerfestivals hätten nun eine Planungsperspektive.

Quelle: ntv.de, hek/dpa

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