Panorama

Großeinsatz in Berlin Polizei nimmt gewaltbereite Islamisten fest

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Vier Islamisten nimmt die Polizei fest - auch der beginnende Evangelische Kirchentag führte zur Entscheidung. Diese Polizisten bewachen bereits jetzt die Aufbauarbeiten am Brandenburger Tor.

(Foto: REUTERS)

Am frühen Morgen schlagen Dutzende Polizisten in Berlin zu. Ihr Ziel: Drogenhändler und gewaltbereite Islamisten. Neun Männer werden festgenommen, bei Durchsuchungen Beweismittel gesichert.

Die Berliner Polizei hat am frühen Morgen einen Schlag gegen die Drogen- und Islamistenszene geführt. Laut einer Mitteilung wurden neun Männer festgenommen, vier von ihnen seien gewaltbereite Islamisten. Sie ständen unter dem Verdacht des bewaffneten bandenmäßigen Rauschgifthandels. Laut "Tagesspiegel" handelt es sich um acht Iraker und einen Syrer. Es werde nun geprüft, ob sie Kontakt zum Islamischen Staat gehabt hätten. Hinweise auf einen Anschlag habe es nicht gegeben. Man habe habe aber auch vor dem Hintergrund des an diesem Mittwoch beginnenden Evangelischen Kirchentages zugegriffen. Auch der frühere US-Präsident Barack Obama reist zu einer Podiumsdiskussion mit Angela Merkel an.

Polizei, Staatsschutz, eine Spezialeinheit und eine Einsatzhundertschaft hätten an sechs Adressen in den Bezirken Neukölln, Mariendorf, Zehlendorf und Köpenick zugeschlagen. Die Einsatzkräfte durchsuchten zudem Wohnungen und ein Restaurant, dabei seien Beweismittel gefunden worden. Dabei habe es sich um elektronische Geräte, wie Computer und Handys sowie Betäubungsmittel und Waffen gehandelt.

Die Beschreibungen der Verdächtigen wecken Erinnerungen an den Attentäter vom Berliner Breitscheidplatz im vergangenen Dezember. Anis Amri war der Polizei ebenfalls als islamistischer Gefährder bekannt und hatte mit Drogen gehandelt. Die Beamten hatten aber nicht geglaubt, dass er tatsächlich einen Anschlag verüben würde. Ob die nun Festgenommen eine Verbindung zu Amri hatten, sei bislang nicht zu erkennen, heißt es im Tagesspiegel.

Die Zeitung zitiert den Innensenator der Hauptstadt, Andreas Geisel: "Gerade vor dem Hintergrund der öffentlichen Diskussion über den Fall Anis Amri" sei es ihm wichtig zu sagen, "dass das LKA Berlin eine hervorragende Arbeit macht. Das erfreuliche Ergebnis haben wir heute gesehen.

Quelle: n-tv.de, vpe

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