Panorama

Eldorado für Alleinlebende Regensburg ist Deutschlands Single-Hochburg

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Wo in Deutschland leben die meisten Menschen allein? In Regensburg, sagen Komsumforscher. Ob die Regensburger besser oder schlechter daten als Rest-Deutschland, ist allerdings noch unerforscht.

(Foto: picture alliance/dpa)

Keine andere Stadt in Deutschland hat mehr Singlehaushalte als Regensburg: 56 Prozent aller Einwohner der bayerischen Stadt leben allein in ihrer Wohnung. Der Bundesschnitt liegt lediglich bei 38 Prozent, wie Konsumforscher herausfanden.

Nirgendwo in Deutschland ist der Anteil an Singlehaushalten höher als im bayerischen Stadtkreis Regensburg. Eine Analyse des Marktforschungsinstituts GFK hat ergeben, dass in 56,5 Prozent der Regensburger Haushalte 2018 nur ein Mensch lebte. Der Bundesschnitt lag bei 38,1 Prozent.

Auf dem zweiten Platz landet laut GFK Würzburg mit 54 Prozent, gefolgt von Flensburg mit 52,5 Prozent und Passau, das auf 52,2 Prozent kommt. In Berlin liegt der Anteil an Singlehaushalten im Jahr 2018 bei 48,5 Prozent. Damit rangiert die Hauptstadt auf Platz 24 - hinter anderen Großstädten wie beispielsweise München, das mit 50,6 Prozent vor Köln liegt. Dort wohnen 49,7 Prozent in Singlehaushalten.

Generell ist der Anteil an Einpersonenhaushalten in Städten laut GfK hoch, während in den ländlicheren Gegenden mehr Haushalte mit Kindern zu finden sind. Spitzenreiter bei den Mehrpersonenhaushalten mit Kindern war der niedersächsischen Landkreis Cloppenburg mit einem Anteil von 49,1 Prozent. Der bundesweite Schnitt lag bei 32 Prozent. Bei weiteren 29,9 Prozent handelte es sich um Mehrpersonenhaushalte ohne Kinder.

Laut GfK nutzen Firmen diese Daten zur "Zielgruppenlokalisierung". Die Daten über die Haushaltsstruktur geben allerdings keine genaue Auskunft über die tatsächliche Anzahl von Singles in einer Stadt. So erfasst die Statistik zum Beispiel nicht alleinlebende Studenten, die etwa in einer Wohngemeinschaft leben. Auch Paare, die in zwei getrennten Wohnungen wohnen, tauchen in der Statistik nicht auf.  

Quelle: n-tv.de, mau/AFP