Panorama
Nach der Festnahme des Mannes durchsuchten Ermittler stundenlang dessen Haus.
Nach der Festnahme des Mannes durchsuchten Ermittler stundenlang dessen Haus.(Foto: picture alliance / Karl-Josef Hi)
Donnerstag, 07. Dezember 2017

SEK-Einsatz in Schwaben: "Reichsbürger"-Waffe ist Schreckschusspistole

Schüsse, ein Polizei-Großeinsatz, Straßensperren: In Schwaben wird am Morgen ein mutmaßlicher "Reichsbürger" festgenommen, der mit unbekanntem Motiv mehrmals eine Waffe abfeuerte. Am Nachmittag kommt er wieder frei: Es war nur eine Schreckschusspistole.

Ein mutmaßlicher "Reichsbürger" hat in Schwaben mehrfach mit einer Waffe geschossen und einen Großeinsatz der Polizei ausgelöst. Spezialeinsatzkräfte der Polizei nahmen den 44-Jährigen nach stundenlangem Einsatz widerstandslos fest, wie ein Sprecher sagte. Verletzt wurde niemand. Nach mehrstündigem Polizeigewahrsam wurde der Mann am Nachmittag wieder in die Freiheit entlassen.

Der Mann habe am Mittwochabend auf seinem Grundstück in Dietmannsried (Landkreis Oberallgäu) zweimal hintereinander mehrere Schüsse abgegeben - wie viele und aus was für einer Waffe, war zunächst unklar. Anwohner meldeten den Vorfall. Polizisten umstellten die ganze Nacht das Gebäude, Verstärkung aus den umliegenden Dienststellen sowie aus München musste anrücken. Durch Absperrungen wurde der örtliche Straßenverkehr eingeschränkt.

Dabei entdeckten die Ermittler die Waffe und dazugehörige Munition. Der 44-Jährige habe für die Nutzung der Schreckschusswaffe keine Erlaubnis gebraucht, weil er auf seinem Grundstück geschossen habe, sagte ein Polizeisprecher. Schreckschusswaffen sehen täuschend echt aus, können aber keine scharfe Munition verschießen. "Reichsbürger" erkennen die Bundesrepublik sowie deren Behörden und Gesetze nicht an. Die Bewegung wird bundesweit vom Verfassungsschutz beobachtet.

Quelle: n-tv.de

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