Panorama

Tödlicher Flugzeugabsturz Gletscher gibt Wrack nach 54 Jahren frei

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Das Wrack tauchte nach Jahrzehnten auf dem Aletsch-Gletscher wieder auf.

(Foto: picture alliance / Zoonar)

Die globale Erwärmung lässt die eisbedeckten Flächen der Erde immer kleiner werden. Auch in den Alpen gehen die Gletscher zurück. So kommt es, dass die Trümmer eines 1968 abgestürzten Fliegers wieder an der Oberfläche erscheinen.  

Mehr als 50 Jahre nach dem Absturz eines Kleinflugzeugs in den Schweizer Alpen hat ein Gletscher Trümmer der Maschine freigegeben. Die Flugzeugteile wurden am Donnerstag auf dem Aletsch-Gletscher im südwestlichen Kanton Wallis gefunden, wie die Polizei mitteilte. Nach ersten Ermittlungen gehörten sie zu einer Ende Juni 1968 verunglückten Maschine vom Typ Piper Cherokee. Sie sollten nun so schnell wie möglich geborgen werden.

Laut örtlichen Zeitungsberichten waren damals ein Lehrer, ein Arzt aus Zürich und dessen Sohn an Bord, als das Flugzeug 500 Meter südlich des Jungfraujochs zwischen den Gipfeln der Jungfrau und des Mönchs abstürzte. Die Leichen konnten seinerzeit geborgen werden, die Maschine jedoch nicht.

Wegen der im Zuge des Klimawandels abtauenden Gletscher sei es nicht unwahrscheinlich, dass weitere Flugzeugwracks oder Wrackteile gefunden würden, erklärte die Polizei. Finder sollten diese aus Sicherheitsgründen nicht berühren, sondern die Fundstelle markieren und umgehend der Polizei melden.

(Dieser Artikel wurde am Samstag, 06. August 2022 erstmals veröffentlicht.)

Quelle: ntv.de, hul/AFP

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