Bestattungskosten schwerere LastSogar Sterben wird teurer

Hinterbliebene müssen heute deutlich mehr Geld in die Hand nehmen, um ihren Liebsten ein würdiges Begräbnis schenken zu können. Sowohl die Preise für Bestattungen als auch die Friedhofsgebühren sind im vergangenen Jahr mehr gestiegen als die Verbraucherpreise allgemein.
Die Preise für Bestattungen und die Friedhofsgebühren sind im vergangenen Jahr überdurchschnittlich gestiegen: Sie legten im Vergleich zu 2024 um 3,2 Prozent zu - die Verbraucherpreise insgesamt im gleichen Zeitraum um 2,2 Prozent, wie das Statistische Bundesamt in Wiesbaden mitteilte.
Die Preise für Särge, Urnen, Grabsteine und andere Begräbnisartikel stiegen demnach um 1,9 Prozent. Die Städte und Gemeinden in den Flächenländern - also ohne die Stadtstaaten - nahmen laut Statistik im Jahr 2024 rund 952 Millionen Euro aus Verwaltungs- und Benutzungsgebühren und ähnlichen Entgelten im Friedhofs- und Bestattungswesen ein. Das waren demnach 2,4 Prozent mehr als im Jahr zuvor und gut ein Drittel mehr als 2014.
Die Alterung der Bevölkerung führt zu einer tendenziell steigenden Zahl der Sterbefälle, wie das Statistikamt erklärte - das habe auch Auswirkungen auf die Bestattungsbranche. Zum Jahresende 2025 waren 900 Menschen in einer dualen Ausbildung zur Bestattungsfachkraft, das war ein neuer Höchststand.
Die Zahl der Auszubildenden habe sich in den vergangenen zehn Jahren mehr als verdoppelt. 61 Prozent der Auszubildenden waren Frauen. Insgesamt waren 2024 rund 32.000 Menschen im Bestattungshandwerk tätig; der Umsatz lag bei 2,37 Milliarden Euro. 2025 gab es laut Statistik rund eine Million Sterbefälle in Deutschland. Das waren neun Prozent mehr als 2015.
