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Freitag, 20. November 2015

Feuer im Maschinenraum: Soldaten retten Kreuzfahrt-Touristen

Auf einem französischen Kreuzfahrtschiff bricht ein Feuer aus. Steuerlos treibt es im Südatlantik und droht auf Grund zu laufen. Britische Soldaten eilen zu Hilfe. Es folgt eine dramatische Rettungsaktion.

Britische Soldaten haben im Südatlantik mehr als 300 Passagiere eines in Seenot geratenen Kreuzfahrtschiffes gerettet. Hubschrauber bargen unweit der Falklandinseln 79 Menschen von Bord der französischen "Le Boréal" und von zwei Rettungsinseln, wie das Verteidigungsministerium in London mitteilte.

Alle 347 Passagiere und Besatzungsmitglieder konnten gerettet werden.
Alle 347 Passagiere und Besatzungsmitglieder konnten gerettet werden.(Foto: dpa)

Ein Patrouillenschiff eilte zudem zwei Rettungsbooten mit mehr als 200 Menschen zur Hilfe. Alle 347 Passagiere und Besatzungsmitglieder seien bei dem Einsatz am vergangenen Mittwoch in Sicherheit gebracht worden.

Im Maschinenraum des 142 Meter langen Schiffes war demnach ein Feuer ausgebrochen. Die "Le Boréal" trieb manövrierunfähig im Meer und drohte im Osten der Falklandinseln auf Grund zu laufen.

Tragödie verhindert

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Wie das Ministerium weiter mitteilte, legte das Feuer im Maschinenraum die erst 2010 gebaute "Le Boréal" lahm. Der Kapitän habe daraufhin die Evakuierung angeordnet. Die Rettungsaktion habe "viele Leben gerettet und verhindert, dass es zu einer menschlichen Tragödie kam", sagte der britische Verteidigungsminister Michael Fallon.

Der extrem schwierige Einsatz dauerte mehr als fünf Stunden, hieß es beim britischen Militärsender "Forces TV". Unter den Geretteten seien auch fünf Briten.

"Gefährlich und extrem schwierig"

Die Falklandinseln sind ein britisches Überseegebiet und liegen rund 400 Kilometer östlich der Küste Argentiniens. "Wir haben alles eingesetzt, was wir zur Verfügung hatten", sagte ein Kommandeur der britischen Streitkräfte auf den Südatlantikinseln. Es habe sich um eine "gefährliche und extrem schwierige" Rettungsaktion gehandelt.

Die Passagiere seien auf eine Militärbasis in Mount Pleasant gebracht und dort versorgt worden. Das Schiff sei stabilisiert worden und werde von Schleppern in einen Hafen gebracht.

Quelle: n-tv.de