Panorama

Niedrigschwellige Angebote Spahn will Impfungen vor Supermärkten und Moscheen

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In der Ehrenfelder Ditib Moschee konnten sich Kölner Anfang Mai gegen das Virus impfen lassen. Der Andrang dafür war enorm.

(Foto: picture alliance / Geisler-Fotopress)

Wie können möglichst viele Menschen zu einer Impfung gegen das Coronavirus animiert werden? Bundesgesundheitsminister Jens Spahn will dafür - ähnlich wie in anderen Ländern - an Orten impfen lassen, die leichter zugänglich sind.

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn will in der Impfkampagne verstärkt sozial benachteiligte Menschen in den Blick nehmen. Für diese Menschen müsse es mehr niedrigschwellige Impfangebote geben - etwa "vor Supermärkten, auf Marktplätzen oder auch in Kirchen oder Moscheen", sagte Spahn. Es gebe Menschen, "für die ist es eine Hürde, beim Arzt anzurufen oder beim Impfzentrum sich per Telefon anzumelden oder online". Auch diesen Menschen müsse ein Impfangebot gemacht werden.

Auch SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach sprach sich vor dem heutigen Impfgipfel dafür aus, bestimmte Personengruppen stärker in den Blick zu nehmen. "Es sei wichtig, zu klären, "wie wir die Risikogruppen erreichen, die bislang noch kaum geimpft sind", sagte er. Daher sei es wichtig, den Impffortschritt genauer zu dokumentieren, um die Pandemie gezielter bekämpfen zu können. "Wir haben Zahlen darüber, wie viele Menschen geimpft sind, aber keine Zahlen darüber, in welchem Stadtteil wie viele Menschen geimpft sind", sagte Lauterbach t-online.

Am Nachmittag wollen Bundeskanzlerin Angela Merkel und die Ministerpräsidentinnen und -präsidenten der Länder über den Fortgang der Impfkampagne beraten. "Es ist ein Gipfel der Zwischenbilanz, und wir können eine gute Zwischenbilanz ziehen", sagte Spahn. Die Impfkampagne habe an Geschwindigkeit gewonnen, inzwischen seien mehr als 40 Prozent der Bürger mindestens einmal geimpft. Diejenigen, die noch keinen Impftermin bekommen haben, bitte er um Geduld, sagte Spahn. "Es geht jetzt noch um Wochen, nicht um Monate, bis wir allen ein Impfangebot machen können."

Quelle: ntv.de, hek/AFP

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