Panorama

Zwei Verdächtige festgenommen Starnberger Bluttat war Mord

In einem bisher von der Polizei als Familiendrama mit drei Toten in Starnberg eingestuften Fall gibt es eine spektakuläre Wende. Die Polizei stuft den Fall nun als Mordtat ein und nimmt zwei Tatverdächtige fest. Zuvor hatte der ebenfalls getötete Sohn als Täter gegolten.

Vor zwei Wochen werden die Leichen eines 21 Jahre alten Mannes und seiner 60 und 64 Jahre alten Eltern in einem Starnberger Einfamilienhaus gefunden. Die Polizei geht zunächst von einem Familiendrama aus. Doch diese Einschätzung hat sich mittlerweile grundlegend geändert. Mittlerweile stuft die Polizei den Fall als Mordtat ein. Zwei Tatverdächtige wurden festgenommen, teilte das Polizeipräsidium Oberbayern Nord mit.

Ein 19 Jahre alter Bekannter des getöteten Sohnes habe das Verbrechen gestanden, teilten die Ermittler in Fürstenfeldbruck mit. "Die detaillierte Schilderung und ein inzwischen wiederhergestelltes Handy-Video zum Tatgeschehen, das der 19-Jährige selbst drehte, belegen dieses Eingeständnis."

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Die Polizei stellte mehrere Waffen - darunter auch die Tatwaffe - sicher.

(Foto: picture alliance/dpa)

Festgenommen wurde auch ein 18-Jähriger, der den 19-Jährigen zum Tatort gefahren und wieder abgeholt haben soll. Im Haus des Hauptverdächtigen sei zudem "ein ganzes Waffenarsenal, darunter auch Kriegswaffen beziehungsweise Stoffe, die zur Herstellung von Sprengstoff dienen können, sowie Munition" aufgefunden worden, hieß es.

Die Ermittler waren zunächst davon ausgegangen, dass der 21-jährige Sohn vor knapp zwei Wochen seine Eltern und sich selbst erschossen hatte. Ermittlungen zur Herkunft der beiden gefundenen Waffen führten letztlich jedoch zu dem 19-Jährigen, der gemeinsam mit dem getöteten Sohn eine Ausbildung als Büchsenmacher absolvierte.

Eine Polizeistreife hatte die drei Toten in dem Wohnhaus gefunden. Angehörige hatten die Beamten informiert. "Die Tochter hat sich Sorgen gemacht, weil die Eltern über einige Zeit nicht erreichbar waren", hatte ein Polizeisprecher nach der Tat erklärt. Sie habe deshalb die Polizei verständigt.

Quelle: ntv.de, kst/AFP