Panorama

Stromausfall in FreiburgStürme lösen zahlreiche Einsätze aus und behindern den Verkehr

25.10.2026, 11:42 Uhr
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In Freiburg waren wegen des Sturms zeitweise mehrere tausend Haushalte ohne Strom. (Foto: picture alliance / ROPI)

Stromausfälle, Störungen im Bahn- und Fährverkehr und viel Arbeit für die Einsatzkräfte: Die Sturmtiefs "Luise" und "Manja" hinterlassen in Deutschland ihre Spuren. Nicht überall kann bereits Entwarnung gegeben werden.

In Deutschland zeigen sich erste Auswirkungen des neuerlichen Herbststurms: Wegen starker Winde ist in Freiburg der Strom ausgefallen - die Uniklinik konnte deshalb nicht mehr alle Notfälle in der Notaufnahme versorgen. Nur noch lebensbedrohliche Notfälle sollen in die Klinik kommen, wie es auf einem Instagram-Post der Klinik heißt. Andere Patienten sollen demnach auf umliegende Notaufnahmen und Notfallpraxen ausweichen.

Am Morgen kam es in Freiburg und in der Region wegen des Unwetters zu einem großflächigen Stromausfall. Laut Polizei waren zwischenzeitlich mehrere tausend Haushalte betroffen. Die meisten Haushalte hatten demnach am Vormittag wieder Strom. Durch die starken Winde sei am Morgen ein Blechdach in ein Umspannwerk im Freiburger Stadtteil Littenweiler geflogen und habe einen Kurzschluss verursacht.

Auch andernorts gab es Probleme: Die Leitstelle Harz meldete dort seit Samstagmorgen insgesamt 28 Einsätze wegen umgestürzter Bäume und herabfallender Äste. Es kam zu Beschädigungen an Autos und einem Haus, verletzt wurde aber niemand. Auch in Nordrhein-Westfalen meldeten die Feuerwehren bis zum Morgen 31 wetterbedingte Einsätze, meist wegen umgestürzter Bäume oder herabgefallener Äste. Größere Zwischenfälle oder Verletzte wurden bislang nicht gemeldet. In Hessen meldete die Polizei nach einer in Teilen stürmischen und regnerischen Nacht lediglich kleinere Sachschäden.

An Küsten ist mit Sturmfluten zu rechnen

Vereinzelt gibt es weiter Verkehrsstörungen. Die Deutsche Bahn meldet Beeinträchtigungen aufgrund von "Unwetterauswirkungen" auf der Fernstrecke zwischen Münster und Recklinghausen. ICE- und IC-Züge sind demnach bis zu 15 Minuten verspätet, in Recklinghausen hielten keine Züge. Betroffen war auch der Schiffsverkehr auf der Nordsee. Fährverbindungen zur Insel Helgoland etwa waren laut Reedereien eingestellt. Sie sollten voraussichtlich erst Dienstag wieder starten.

Sowohl an der Nordsee als auch in höheren Lagen ist weiter mit starkem Sturm oder Orkan zu rechnen, wie der Deutsche Wetterdienst (DWD) in Offenbach mitteilte. Dort drohten Windgeschwindigkeiten von mehr als 100 Kilometern pro Stunde, anderswo war den Meteorologen zufolge vielerorts mit Sturmböen bis 85 Stundenkilometer zu rechnen.

Das Bundesamt für Seeschifffahrt und Hydrographie warnte zudem vor einer Sturmflut an der deutschen Nordseeküste. In der Nacht zum Montag werde das Hochwasser an der ostfriesischen Küste und im Elbegebiet 1,5 bis 2 Meter, im Wesergebiet etwa 1,5 Meter und an der nordfriesischen Küste 2 bis 2,5 Meter höher als das mittlere Hochwasser eintreten. In Hamburg soll das Wasser am Pegel St. Pauli am Montagmorgen gegen 4 Uhr auf 2 Meter über dem mittleren Hochwasser steigen.

Quelle: ntv.de, psa/dpa/AFP

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