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Aus Zellen nachgezüchtetTasche aus "echter T-Rex-Haut" kommt unter den Hammer

11.06.2026, 15:33 Uhr
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Die Handtasche ist 26 mal 18 Zentimeter groß. (Foto: Alexandre Giquello Judicial auctioneer)

Heute Abend wird ein "beispielloses Objekt in der Geschichte des Luxus" versteigert: eine Tasche aus der Haut eines längst ausgestorbenen Dinosauriers. Das Auktionshaus hofft auf eine halbe Million Euro Umsatz.

Eine Kroko-Tasche ist dagegen überhaupt nichts Besonderes: In Paris wird eine Handtasche versteigert, die aus rekonstruierten Zellen eines riesigen Tyrannosaurus rex hergestellt wurde. Das Auktionshaus Giquello, das die Versteigerung organisiert, schätzt den Wert des ungewöhnlichen Stücks, das am Abend im Auktionshaus Hôtel de Drouot unter den Hammer kommen soll, auf 300.000 bis 500.000 Euro. Die schlichte schwarze Tasche ist ein Unikat und war im Frühjahr bereits in Amsterdam präsentiert worden.

Das Material für das 26 mal 18 Zentimeter große Luxus-Accessoire wurde aus Kollagenresten hergestellt, die am Oberschenkelknochen eines T-Rex hafteten. Der Knochen war vor 25 Jahren im US-Bundesstaat Montana gefunden worden.

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"Echte T-Rex-Haut", sagen die Auktionatoren. (Foto: Hôtel Drouot)

"In den vergangenen Jahren ist es gelungen, Techniken, Biotechnologien zu entwickeln, mit denen man eine Zellkultur dazu bringen kann, im Labor echte T-Rex-Haut zu 'bauen'", sagte der an der Auktion beteiligte Paläontologe Iacopo Briano. Daher gebe es nun eine Tasche aus der Haut eines vor 67 Millionen Jahren ausgestorbenen Tieres.

"Aufgrund ihrer Einzigartigkeit, der Beschaffenheit ihres Materials und der hohen Fertigungsstandards ist sie weniger ein Accessoire als vielmehr ein ausdrucksstarkes Objekt", so die beiden Auktionshäuser in der Beschreibung des extravaganten Produkts. "Die Tasche basiert auf ihren eigenen Eigenschaften: Spannung, Halt, Widerstandsfähigkeit und optischer Dichte." Ein weiteres Detail der besonderen Handtasche: Die Verstellschnalle ist mit natürlichen schwarzen Diamanten besetzt.

Das Auktionshaus Drouot pries die Tasche als "beispielloses Objekt in der Geschichte des Luxus" an. Zudem eröffne das zugrundeliegende wissenschaftliche Verfahren die Möglichkeit, Ledertaschen herzustellen, ohne dafür Tiere töten zu müssen. Gegenüber Kunstledertaschen liegt der Vorteil laut Briano auch darin, dass Kunstleder aus Plastik ist und Zellkultur-Leder hingegen zu 100 Prozent aus natürlichem Material bestehe.

Quelle: ntv.de, mpa/AFP

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