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Südkorea schickt Hilfe Touristenschiff kentert auf der Donau

Mit einem Ausflugsschiff auf der Donau erkunden 33 Touristen die Budapester Altstadt. Vor dem Parlament kommt es jedoch zu einem Unfall. Sieben Menschen sterben. Mehr als ein Dutzend Passagiere sind verschollen.

Bei einem Schiffsunglück auf der Donau in Budapest sind mindestens sieben Menschen ums Leben gekommen. Zudem werden weiterhin mehr als ein Dutzend Passagiere noch vermisst, berichteten ungarische Medien unter Berufung auf das Innenministerium.

Das Ausflugsschiff "Hableany" (Nixe) mit 35 Menschen an Bord war demnach auf der Höhe des Parlamentsgebäudes mit einem anderen Schiff zusammengestoßen. Anschließend kenterte es und ging unter. Bei den 33 Passagieren an Bord des Schiffes handelte es sich um Touristen aus Südkorea. Außerdem hielten sich zwei Besatzungsmitglieder auf dem Schiff auf. 15 Menschen überstanden das Unglück unbeschadet oder mit leichten Verletzungen. Eine Person konnte erfolgreich wiederbelebt werden.

Medien berichteten von einem Großeinsatz der Rettungskräfte. Große Scheinwerfer beleuchteten Teile der Oberfläche der Donau im Budapester Abschnitt. Die Suche nach den Vermissten wurde jedoch durch heftigen Regen und starke Strömungen erheblich erschwert. Die Wassertemperatur betrug nur 15 Grad. Die südkoreanische Regierung kündigte an, die Suche nach den vermissten Passagieren zu unterstützen. Seoul schickt zu diesem Zweck eine "schnelle Einsatzgruppe" mit 18 Beamten und Rettungskräften an den Unglücksort nach Budapest. Präsident Moon Jae In ordnete an, einen Krisenstab einzusetzen und zusammen mit den ungarischen Behörden "alle verfügbaren Mittel" zur Rettung der Vermissten zu ergreifen.

Die Ursache des Zusammenstoßes mit dem anderen, größeren Schiff war zunächst unklar. Das 27 Meter lange, für 60 Passagiere ausgelegte Unglücksschiff gehört dem Budapester Schifffahrtsunternehmen Panorama Deck. Ein Sprecher der Firma teilte mit: "Es werden alle Ressourcen mobilisiert, um Menschenleben zu retten."

Die Donau fließt mitten durch Budapest und trennt die beiden Stadthälften Buda und Pest voneinander. Ausflugsfahrten per Schiff sind auf dem Budapester Flussabschnitt bei Touristen sehr beliebt, weil sich dabei schöne und fotogeeignete Ausblicke auf Sehenswürdigkeiten wie die Burg von Buda und das Parlamentsgebäude bieten.

Quelle: n-tv.de, lou/dpa

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