Panorama

Bewaffneter Widerstand in Peru Ureinwohner sterben bei Öl-Protestaktion

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Seit Jahren protestieren Ureinwohner gegen die Ölförderung in Peru. (Bild von 2016)

(Foto: imago/ZUMA Press)

An der Quelle "Lote 95" im peruanischen Amazonasgebiet fördert der kanadische Konzern Petrotal Öl. Das ist lokalen Ureinwohnern ein Dorn im Auge. Sie beklagen unter anderem Umweltverschmutzungen und protestieren gegen die Bohrarbeiten. Für einige von ihnen endet der Einsatz tödlich.

Bei Protesten gegen Umweltschäden durch die Ölförderung sind im peruanischen Amazonasgebiet mindestens drei Ureinwohner getötet worden. Elf weitere Indigene sowie sechs Mitglieder der Sicherheitskräfte wurden bei den Konfrontationen in der Region Loreto verletzt, wie Innenminister Jorge Montoya mitteilte.

Die mit Speeren bewaffneten Ureinwohner hatten in der Vornacht versucht, ein Lager des kanadischen Ölunternehmens Petrotal in der Ortschaft Bretaña zu besetzen. In einer vorherigen Zwischenbilanz des Innenministeriums war noch von zwei getöteten Indigenen die Rede gewesen.

Die Ureinwohner fordern die Einstellung der Förderung an einer Ölquelle mit dem Namen "Lote 95". Sie klagen darüber, dass wiederholt Öl in die Umwelt ausgetreten und ihr Land verseucht worden sei. Auch werfen die Indigenen der Regierung sowie dem Ölunternehmen vor, sie nicht vor dem Coronavirus zu schützen.

Petrotal stellte seine Aktivitäten in dem Gebiet am Sonntag vorläufig ein. Das Unternehmen beschäftigt dort Hunderte Arbeiter. Die peruanische Regierung entsandte nach Angaben Montoyas eine Delegation in das Gebiet. Sie soll zwischen den Streitparteien vermitteln und eine Entschärfung der Lage erreichen.

Quelle: ntv.de, cri/AFP