Panorama

Viel Kritik für Halloween-Kostüm Vater verkleidet Sohn als Mini-Hitler

Halloween ist das Fest der gruseligen Kostüme. Bryant Goldbach aus Kentucky hat es damit aber wohl übertrieben: Er verkleidet sich als Nazi und seinen Sohn als Mini-Hitler - inklusive Hakenkreuz und Bärtchen. Der Shitstorm folgt sogleich.

In den USA ist es an Halloween üblich, sich besonders kreativ und gruselig zu kostümieren. Bryant Goldbach aus Kentucky hat mit seiner Familienkostümierung aber für einen echten Skandal gesorgt, wie das Online-Portal metro.co.uk berichtet: Er selbst verkleidet sich mit einer schwarzen Uniform und Hakenkreuz als Nationalsozialist. Seinen fünfjährigen Sohn kostümiert er als Diktator Adolf Hitler. Ein gelungenes Kostüm oder eher geschmacklos? Darüber wird nun gestritten.

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Die beiden sehen jedenfalls so aus, als wären sie soeben den 1930er-Jahren entsprungen. Der Junge trägt einen braunen Anzug, am Arm eine Hakenkreuzbinde und im Gesicht einen kleinen Hitlerbart. An beiden Uniformen hängt jeweils ein Abbild des Eisernen Kreuzes. In dieser Aufmachung besuchen sie die Veranstaltung "Trail of Treats" mit 5000 anderen Teilnehmern. Die Nazi-Kostümierung stößt auf heftige Kritik, viele beschimpfen Goldbach. Eine Frau postet bei Facebook ein Bild und ruft dazu auf, sich bei einer Hotline zu beschweren. Viele Menschen teilen Bilder in sozialen Netzwerken. Später erhält der Vater sogar Morddrohungen.

"Es gibt schon genug Hass"

Auch die jüdische Gemeinde ist verärgert. Der Rabbi von Owensboro erklärt: "Es gibt schon genug Hass in der Welt, wir müssen ihn nicht auch noch aus der Vergangenheit zurückholen." Nach der Veranstaltung verteidigt sich Goldbach in den sozialen Netzwerken: "Jeder, der uns kennt, weiß, dass wir uns oft als historische Figuren verkleiden."

Schlussendlich bemerkt der Vater, dass dieses politische Kostüm auf manchen Beobachter nicht gruselig, sondern eher geschmacklos und verletzend wirkt: "Ich glaube, dass es von mir schlechter Geschmack war, meinen Sohn zu verkleiden. Ich denke, es war eine schlechte Entscheidung", zeigt er Reue. Der Lokalzeitung "The Owensboro Times" sagt er: "Ich wollte damit wirklich kein Statement abgeben oder meinen Sohn in irgendeine Position drängen, (...) ich möchte mich bei allen entschuldigen."

Quelle: n-tv.de, sgu