Panorama

Schausteller begrapscht Mädchen Vater verprügelt Pädophilen

Ein bereits vorbestrafter 200-Kilo-Schausteller befummelt auf einem Schützenfest zwei Mädchen. Dafür setzt es vom Vater eines der beiden Freundinnen eine ordentliche Tracht Prügel. "Ich schlug ihm mehrfach auf die Zwölf." Eine Strafe muss er jedoch nicht fürchten.

Auf einem Schützenfest vergreift sich ein 40 Jahre alter Mann an zwei Mädchen. Als der Vater von einem der Kinder davon Wind bekommt, marschiert er zum Festplatz und verprügelt den Täter nach Strich und Faden. Eine Strafe muss er jedoch nicht fürchten.

Frank L. hingegen verurteilte das Amtsgericht Hannover zu sechs Monaten Haft auf Bewährung und eine Therapie. Wie die "Bild"-Zeitung berichtet, ist L. für die Polizei kein Unbekannter. Der 200-Kilo-Schausteller aus dem Kreis Harburg soll bereits wegen des Besitzes von Kinderpornografie vorbestraft sein.

Im Mai folgte dann der Vorfall auf dem Volksfest in Stöcken nahe Hannover. Im Kassenhäuschen des Autoscooters machte sich L. an die elfjährige Nicole und ihre ein Jahr jüngere Freundin heran und befummelte beide. Zu Hause brachen die Mädchen in Tränen aus und berichteten von dem Übergriff.

"Ich schlug ihm mehrfach auf die Zwölf"

Nicoles Vater Silvio S. zögerte nicht lange und stattete Frank L. auf dem Schützenfest einen Besuch ab. Zuerst habe er ihn gar nicht schlagen wollen, sagte der 41 Jahre alte Koch der "Bild"-Zeitung. "Ich fragte, ob er das gemacht habe. Er verneinte." Dann sei ihm die Hand ausgerutscht. "Ich schlug ihm mehrfach auf die Zwölf."

Der Wutausbruch zeigte Wirkung, Frank L. gestand schließlich, die Mädchen angefasst zu haben – wenn auch "nicht absichtlich". Jetzt wiederholte er sein Geständnis vor Gericht und wurde für seine Tat verurteilt.

Das Strafverfahren gegen Silvio M. ließ die Staatsanwaltschaft jedoch fallen, wegen "Geringfügigkeit". In diesem Fall wird die Schuld des Täters als zu gering angesehen oder es besteht kein öffentliches Interesse an der Verfolgung einer Tat mit geringfügiger Schuld. Selbst die Polizisten hätten Verständnis für sein Verhalten gehabt, sagte Silvio S. der Boulevardzeitung.

Quelle: n-tv.de, dsi

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