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Iraker wohl schuldunfähigVerdächtiger im Fall Liana soll in Psychiatrie kommen

15.01.2026, 11:44 Uhr
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Die in Friedland getötete Liana war 2022 mit ihrer Familie aus der Ukraine nach Deutschland geflüchtet. (Foto: picture alliance / CHROMORANGE)

Im August stößt ein Iraker in Niedersachsen eine 16-Jährige vor einen durchfahrenden Güterzug. Der Fall sorgt für Aufsehen - auch weil der Tatverdächtige ausreisepflichtig ist. Die zuständige Staatsanwaltschaft will nun die dauerhafte Unterbringung des Mannes in einer Psychiatrie erreichen.

Nach dem Tod der 16-jährigen Liana in Friedland strebt die Staatsanwaltschaft Göttingen die dauerhafte Unterbringung des Tatverdächtigen in der Psychiatrie an. Eine Antragsschrift wegen Totschlags wurde am Landgericht Göttingen eingereicht, wie die Anklagebehörde mitteilte. Im Zustand der Schuldunfähigkeit soll der Mann die 16 Jahre alte Auszubildende aus Geisleden in Thüringen am Bahnhof in Friedland getötet haben.

Während die Jugendliche am 11. August 2025 auf dem Bahnsteig auf ihren Zug wartete und telefonierte, soll der verdächtige Iraker sie gegen einen mit Tempo 100 durchfahrenden Güterzug gestoßen haben. Wie die Staatsanwaltschaft nun mitteilte, erlitt das Opfer tödliche Verletzungen, die der 31-Jährige zumindest billigend in Kauf genommen haben soll.

Verdächtiger hat Schizophrenie

"Aufgrund einer bei dem Beschuldigten diagnostizierten Schizophrenie soll er zum Tatzeitpunkt schuldunfähig gewesen sein", teilten die Strafverfolger mit. Daher sei keine Anklage erhoben, sondern eine Antragsschrift im Sicherungsverfahren gestellt worden. Der Mann war wegen des Tatverdachts Ende August vorläufig festgenommen worden und befindet sich seitdem im Maßregelvollzugszentrum Moringen.

Die Jugendliche war 2022 mit ihrer Familie aus der Ukraine nach Deutschland geflüchtet und hatte zeitweise im thüringischen Geisleden gelebt. Der Fall sorgte bundesweit für Schlagzeilen und beschäftigte auch die Politik, weil der ausreisepflichtige Iraker nach den europäischen Asyl-Regeln eigentlich schon Monate vor der Tat von Deutschland nach Litauen hätte gebracht werden sollen.

Quelle: ntv.de, lar/AFP

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