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Schlimmster Waldbrand im SommerWaldbrandgefahr wächst - Feuerwehr fordert mehr Ausrüstung

18.08.2026, 09:39 Uhr
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Die nötige Ausrüstung umfasst auch geländefähige Fahrzeuge. (Foto: picture alliance/dpa)

In Deutschland wächst im Sommer die Waldbrandgefahr. Im nordrhein-westfälischen Hürtgenwald kämpft die Feuerwehr tagelang gegen die Flammen. Der Klimawandel könnte die Lage weiter verschärfen. Die Feuerwehrgewerkschaft fordert mehr Unterstützung.

Die Deutsche Feuerwehr-Gewerkschaft hat angesichts der zunehmenden Waldbrände eine bessere Ausstattung der Einsatzkräfte angemahnt. "Wir brauchen bessere Ausrüstung, wir brauchen aber auch bessere Maßnahmen im Vorfeld, einen vorbeugenden Brandschutz für Waldbrände", sagte der Gewerkschafts-Vorsitzende Siegfried Maier im ZDF-"Morgenmagazin". Die persönliche Schutzausrüstung der Einsatzkräfte müsse leichter werden. Wichtig seien auch geländegängige Fahrzeuge.

Waldbrände müssten zudem "planerisch, strategisch bedacht" werden, betonte Maier. "Die Schneisen, die jetzt geschlagen werden müssen, mit großem Aufwand, könnten im Vorfeld schon angelegt werden". Eine ausreichende Wasserversorgung könne derzeit nur sichergestellt werden, "weil Menschen aus dem landwirtschaftlichen Bereich uns hier massiv helfen", sagte der Gewerkschafts-Vorsitzende. "Die Wasserförderung vor Ort am Brandgeschehen, die Lieferung von Wasser, solche Dinge müssten mit Depots angelegt werden."

Maier sagte, aus Sicht der Feuerwehren sei die Bilanz der bisherigen Waldbrandsaison positiv: "Es ist gelungen, die Brände einigermaßen in den Griff zu bekommen." Anderseits mache es "uns Sorge, dass sich das Klima verändert. Wald- und Vegetationsbrände waren in der Vergangenheit wenig in unserem Fokus, und wir müssen uns besser vorbereiten", sagte Maier.

Er sieht nun die Politik in der Pflicht. "Das beginnt ganz oben beim Bund. Die Länder und auch die Kommunen müssen sich vorbereiten", sagte er. Es sei notwendig, "dass wir Budgets zur Verfügung bekommen, um die Ausbildung und die Ausrüstung tatsächlich anzupassen".

Bundesweit kämpften Einsatzkräfte in den vergangenen Tagen gegen zahlreiche Wald- und Flächenbrände. In Nordrhein-Westfalen hielt ein Brand bei Hürtgenwald die Feuerwehr tagelang in Atem. Es war der bislang größte und folgenschwerste Waldbrand des Sommers in Deutschland. Der vom Menschen verursachte Klimawandel sorgt nach Einschätzung von Wissenschaftlern für längere Hitzewellen und Dürren. Diese trocknen die Vegetation aus und begünstigen so Waldbrände.

Quelle: ntv.de, mwa/AFP/dpa

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