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Weiterhin Reise-Einschränkungen Was Urlauber wo beachten müssen

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In Frankreich, etwa hier in Nizza an der Côte d'Azur, dürfen Urlauber wieder an den Strand.

(Foto: imago images/Hans Lucas)

Die Reisewarnung für 27 europäische Länder ist aufgehoben, doch vielerorts gibt es weiterhin besondere Regelungen. So müssen etwa Zypern-Urlauber zum Corona-Test und für Dänemark gelten sechs Tage Mindestaufenthalt. Die Länder im Überblick.

Die wohl ungewöhnlichste Urlaubssaison seit Jahrzehnten ist eröffnet: Die Bundesregierung hat die Reisewarnung für 27 europäische Länder aufgehoben, es herrscht wieder Bewegungsfreiheit. Ob der Sommerurlaub wirklich stattfinden kann, hängt aber auch von den Regelungen der Urlaubsländer ab. Diese hat das Auswärtige Amt (AA) in Reisehinweisen zusammengefasst.

Für Spanien, Norwegen und Finnland bleibt es noch bei der Reisewarnung. In Spanien soll die Einreisesperre am 21. Juni aufgehoben werden, in Finnland am 14. Juli, für Norwegen gilt sie vorerst unbefristet. In Schweden ist die Zahl der Neuinfektionen noch zu hoch für die Aufhebung. Von Reisen nach Großbritannien, Irland und Malta rät das Auswärtige Amt dringend ab. In diesen drei Ländern ist nach der Einreise eine zweiwöchige Quarantäne erforderlich.

Für mehr als 160 Länder außerhalb der Europäischen Union verlängerte die Bundesregierung die Reisewarnung bis zum 31. August. Ausnahmen können für einzelne Länder gemacht werden, wenn die Verbreitung des Virus dort ausreichend eingedämmt ist.

Spanien - Reisewarnung gilt noch: Das Auswärtige Amt warnt vorerst noch vor touristischen Reisen nach Spanien, weil es bis zum 21. Juni Einreisebeschränkungen für Ausländer gibt. Man kann aber bereits den Sommerurlaub an der Costa del Sol oder an der Costa Blanca planen, denn danach sind die Grenzen für Bürger aus Schengenstaaten wieder offen. Auch die bisher für Ausländer geltende 14-tägige Quarantänepflicht nach der Einreise entfällt dann. Nach Mallorca und auf die anderen Balearen-Inseln sind bereits die ersten der bis zu 10.900 Urlauber aus Deutschland aufgebrochen. Sie machen eine Art Testlauf für den Sommerurlaub in Corona-Zeiten.

Österreich - Reisehinweis: Seit dem 4. Juni sind - mit Ausnahme Italiens - alle Einreisebeschränkungen gegenüber den Nachbarstaaten aufgehoben. Für deutsche Touristen entfallen, zum Beispiel am Brenner, die Grenzkontrollen. Vor Ort hat sich das öffentliche Leben weiter normalisiert. Ab 15. Juni ist das Tragen von Mund- und Nasenschutz nur noch in Bussen und Bahnen, in Apotheken, Praxen und Kliniken sowie für Angestellte in manchen Dienstleistungsberufen Pflicht. Die Infektionszahlen sind derzeit sehr niedrig.

Italien - Reisehinweis: Die Corona-Lage Italiens, das viele Todesopfer zu beklagen hat, hat sich nach Einschätzung des AA inzwischen verbessert. Regionale Schwerpunkte seien die Lombardei, gefolgt von Piemont, Emilia Romagna und Venezien. Insgesamt läuft der Tourismus langsam wieder an. Hotels melden wieder Buchungen - auch wenn längst noch nicht alles offen ist. Nach rund drei Monaten mit Corona-Beschränkungen herrscht seit dem 3. Juni Reisefreiheit. Das Land öffnete seine Grenzen für Urlauber aus den anderen 26 EU-Ländern sowie weiteren Staaten wie Großbritannien, Norwegen und der Schweiz. Eine Quarantäne wird nicht mehr verlangt. Am 15. Juni sollten auch Kinos, Theater und Opernhäuser wieder aufmachen dürfen. Reisende, die mit dem Auto über Österreich in das Mittelmeerland und zurück wollen, müssen derzeit bei der Rückfahrt noch ohne Zwischenstopp durchfahren.

Schweiz - Reisehinweis: Hotels, Restaurants, Museen, Seilbahnen und andere touristische Einrichtungen proben mit einheimischen Gästen schon seit einigen Wochen den Betrieb mit Hygiene- und Abstandsvorschriften. Weil die Infektionszahlen seit April stark zurückgegangen sind, dürfen seit 15. Juni nun Gäste aus der ganzen EU und mehreren weiteren Staaten einreisen. Mund- und Nasenschutz wird empfohlen, wo es voll werden kann, etwa in Seilbahnen, Bussen oder im Zug, aber vorgeschrieben sind Masken nicht. Viele große Sommerfeste wie das Montreux-Jazzfestival, das Filmfestival in Locarno oder das große Festival der klassischen Musik in Luzern fallen zwar aus. Kleinere Kulturfeste können jedoch stattfinden.

Frankreich - Reisehinweis: Die Einreise aus EU- und Schengenstaaten sowie Großbritannien und Nordirland ist ab 16. Juni wieder ohne besonderen Reisegrund möglich. Touristenunterkünfte wie Campingplätze oder Ferienhäuser haben für Urlauber wieder geöffnet. In Paris dauert das noch bis Ende Juni. Auch die Restaurants empfangen seit voriger Woche im ganzen Land wieder Gäste. Weil Paris sehr schwer vom Virus getroffen wurde, darf dort erstmal nur auf den Terrassen im Freien getrunken und gegessen werden. Alle Strände und Parks sind wieder zugänglich, große Museen und Monumente dürfen wieder Besucher empfangen. Ab dem 25. Juni soll der Eiffelturm wieder geöffnet werden.

Griechenland - Reisehinweis: Reisende aus 29 Staaten können ab 15. Juni ohne Quarantänepflicht nach Griechenland reisen, darunter auch Deutsche. Am 1. Juli soll die Lage erneut geprüft werden; dann könnten weitere Staaten hinzukommen. Zunächst soll es Flüge aus dem Ausland nur nach Athen geben. Ab dem 1. Juli sollen auch Regionalflughäfen für internationale Flüge geöffnet werden. Eine Corona-Kontrolle werde es stichprobenartig an den griechischen Flughäfen nach Landung aus dem Ausland geben, teilte Athen mit. Die Inseln der Ägäis und des Ionischen Meeres wurden für den Urlaubsstart für Touristen aus dem Ausland vorbereitet. Insgesamt seien zusätzlich 687 Ärzte und Pflegepersonal auf den Inseln eingestellt worden.

Niederlande - Reisehinweis: Urlaubsunterkünfte sollten unbedingt vorab reserviert werden, heißt es in den amtlichen Mitteilungen für ausländische Touristen. Stufenweise öffnen Bungalowparks und es werden auch wieder Ferienhäuser vermietet. Seit dem 1. Juni können sie jeweils von mehreren Familien gemeinsam genutzt werden. Ab dem 15. Juni sollen auf Campingplätzen und in Ferienparks Duschen und WCs wieder zur Verfügung stehen; bisher war dies erst für den 1. Juli vorgesehen. Seit dem 1. Juni empfangen die Museen wieder Besucher - vorausgesetzt, sie melden sich vorher online an.

Belgien - Reisehinweis: Vom 15. Juni an öffnet das Land seine Grenzen für Reisende aus 31 europäischen Ländern. Schon seit längerem dürfen Belgier wieder Besuch von Verwandten aus dem Ausland empfangen. Zudem dürfen sie selbst zu Verwandten oder zum Einkaufen in Nachbarländer wie Deutschland oder die Niederlande fahren. Mittlerweile haben auch Restaurants, Cafés und Bars wieder den Betrieb aufgenommen.

Dänemark - Reisehinweis: Am 15. Juni öffnet Dänemark seine Grenzen für Touristen aus Deutschland, Island und Norwegen. Bedingung ist, dass sie mindestens sechs Übernachtungen gebucht haben. Wer als Deutscher ein Sommerhaus in Dänemark besitzt oder seinen Partner in dem Land besuchen will, darf bereits seit Ende Mai wieder einreisen. Einwohner Schleswig-Holsteins dürfen ab Montag ohne triftigen Einreisegrund über die Grenze nach Dänemark fahren.

Türkei - Reisewarnung: Für die Türkei als Nicht-EU-Staat gilt die Reisewarnung des AA bis 31. August. Das Land hofft aber ab Mitte Juni wieder auf Touristen und darauf, dass die Reisewarnung früher aufgehoben wird. Flughäfen und Hotels bereiten sich auf ausländische Touristen vor. Die Einrichtungen müssen sich an zahlreiche Richtlinien halten, an Stränden etwa gilt ein Sicherheitsabstand, am Pool gibt es nur abgepackte Handtücher und in Flughäfen und Hotels werden Wärmebildkameras eingesetzt. Die Regierung hat ein Zertifikationsprogramm entwickelt, an dem sich Gastronomen und Hotels freiwillig beteiligen können. Auch deutsche Firmen wie der TÜV Süd stellen Inspektoren.

Zypern - Reisehinweis: Zypern hat seine Flughäfen für Touristen aus einigen Ländern geöffnet. Urlauber aus Deutschland und zwölf anderen Staaten können ohne Quarantänepflicht auf die Insel fliegen. Es gibt lediglich eine Bedingung für die Einreise: Bis zum 20. Juni müssen die Gäste sich vor der Einreise einem Corona-Test unterziehen. Danach dürfen Touristen aus Deutschland frei einreisen. Sollten Reisende während ihres Aufenthalts auf Zypern an den Folgen einer Coronavirus-Infektion erkranken, will die Regierung nach eigener Aussage die Kosten übernehmen.

Kroatien - Reisehinweis: Kroatien erlaubt Bundesbürgern wieder die Einreise ohne Nachweis von Gründen. Reisende müssen künftig an der Grenze lediglich erklären, wo sie sich aufhalten werden und wie sie erreichbar sind. Damit sollen sie gefunden werden können, wenn es in ihrer Umgebung neue Corona-Infektionen gibt.

Tschechien - Reisehinweis: Die Grenzen sind bereits für Bürger aus Deutschland, Österreich, der Slowakei und Ungarn geöffnet. Ab 15. Juni gilt das für Bürger fast aller EU-Staaten, der Schweiz und Liechtenstein. Das Einreiseverbot bleibt für Reisende mit Wohnsitz in Belgien, Portugal, Großbritannien, Schweden sowie der polnischen Woiwodschaft Schlesien bestehen. Diese Territorien werden als Risikogebiete für eine Coronavirus-Infektion angesehen. Mehrtägige Hotelgäste belohnt die Hauptstadt mit kostenlosen Kulturgutscheinen.

Bulgarien - Reisehinweis: Das Urlaubsland am Schwarzen Meer rüstet sich für eine Sommersaison unter Corona-Auflagen. Seit 1. Juni ist Deutschen die Einreise nach Bulgarien ohne Quarantäne wieder gestattet. Bulgarien gehört zu den Ländern, die relativ gering von der Coronavirus-Pandemie betroffen sind. An den langen Badestränden stehen die Liegestühle in großen Abständen. Spender mit Desinfektionsmitteln sowie Isolierräume für Coronavirus-Fälle sollen zum Standard gehören. Restaurants, Cafés, Museen, Kinos sowie Fitnesszentren und Shoppingmalls sind wieder geöffnet.

Polen - Reisehinweis: Das Land hat seine Grenzen zu allen EU-Nachbarländern am 13. Juni wieder geöffnet. Einreisende EU-Ausländer und Polen müssen nicht mehr in Quarantäne. Ab 16. Juni sollen auch Flüge in EU-Länder wieder aufgenommen werden. Hotels, Einkaufszentren sowie Restaurants und Cafés sind wieder geöffnet.

Malta - von Urlaubsreisen wird dringend abgeraten: Malta ist laut AA von Covid-19 vergleichsweise wenig betroffen. Bis mindestens 30. Juni müssen sich Einreisende aber einer 14-tägigen Quarantäne unterziehen.

Ägypten - Teilreisewarnung: Nicht Europa, doch ein beliebtes Reiseziel für Europäer. An Ferienorten wie Hurghada und Scharm el Scheich soll schrittweise wieder Normalität einkehren - so die Hoffnung. Hotels dürfen für einheimische Urlauber seit 1. Juni bei 50 Prozent Belegung bereits wieder öffnen. Für Urlauber aus dem Ausland sind die Grenzen aber nach wie vor dicht. Das AA rät von nicht erforderlichen Reisen nach Ägypten derzeit ab.

Norwegen - Reisewarnung gilt noch: Für Einreisende aus Deutschland gilt eine zehntägige Quarantäne. Ob es mit dem Sommerurlaub in den norwegischen Fjorden klappt, steht deshalb in den Sternen. Seit Montag erlauben die Norweger wieder Reisen von und ins restliche Skandinavien mit der Ausnahme des schwedischen Festlandes.

Finnland - Reisewarnung gilt noch: Das Land öffnet sich für Reisende aus dem Baltikum und dem Großteil Skandinaviens. Die Grenzkontrollen für den Straßen-, Flug- und Fährverkehr nach Estland, Lettland, Litauen, Norwegen, Dänemark und Island wurden zum 15. Juni aufgehoben. Das gilt nicht für Finnlands wichtigstes Nachbarland Schweden, das derzeit noch mit verhältnismäßig hohen Corona-Zahlen fertig werden muss. Die Einreise für Touristen aus Deutschland ist noch nicht erlaubt. Deshalb gilt die Reisewarnung weiterhin.

Schweden - Reisewarnung gilt noch: Die Warnung wird aufrechterhalten, weil "Schweden die Neuinfiziertenzahl von weniger als 50 Fällen pro 100.000 Einwohner kumulativ in den letzten 7 Tagen" überschritten habe, heißt es beim Auswärtigen Amt. Die Grenzen sind für EU-Bürger jedoch geöffnet. Schweden hat mit deutlich lockereren Maßnahmen auf die Pandemie reagiert als der Rest Europas und immer noch mit vergleichsweise hohen Corona-Zahlen zu kämpfen. Mittlerweile fliegen wieder einige Maschinen aus Deutschland nach Stockholm, die Fährverbindungen etwa von Kiel, Rostock oder Travemünde werden ohnehin weitgehend befahren. Innerhalb Schwedens ist es seit einigen Tagen wieder erlaubt, unbegrenzt von A nach B zu fahren.

Großbritannien - von Urlaubsreisen wird dringend abgeraten: Wer nach Großbritannien einreist, muss nach seiner Ankunft in eine zweiwöchige Quarantäne. Reisende aus Irland, der Isle of Man und den Kanalinseln sind davon ausgenommen. Die britische Regierung will mit der Regelung eine zweite Pandemie-Welle verhindern. Sie prüft aber eine Lockerung. Die 14-tägige Selbstisolation könnte demnach künftig nicht für Verbindungen mit Ländern gelten, die die Corona-Krise gut im Griff haben. Solche "Luftbrücken" könnten bereits im Juli eingeführt werden.

Portugal - Reisehinweis: Am 15. Juni werden die Grenzen für den ausländischen Tourismus geöffnet. Dank einer frühen Reaktion und strikter Maßnahmen war das Land am Atlantik viel weniger von Covid-19 betroffen als etwa Spanien. Als regionale Schwerpunkte mit den derzeit meisten Neuinfektionen nennt das AA den Norden, die Stadt Porto sowie den Großraum Lissabon.

Quelle: ntv.de, khe/dpa

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