Panorama

Massenschießerei in Texas Wer tötete 26 Menschen in einer Kirche?

Das Massaker von Sutherland Springs ist offenbar das Werk eines Einzeltäters. Auf einen islamistischen Hintergrund deutet nichts hin. Der mutmaßliche Todesschütze interessierte sich vielmehr für atheistische Inhalte.

Devin Patrick Kelley ist der Name des Schützen, der im texanischen Sutherland Springs 26 Menschen getötet hat. Das berichtet Associated Press unter Berufung auf Polizeikreise. Zuvor hatte bereits der CNN den Namen des mutmaßlichen Täters genannt.

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Dieses Bild postete Kelley kürzlich noch selbst auf seinem Facebook-Profil.

(Foto: Facebook)

Der 26-Jährige stammt offenbar aus einem Vorort von San Antonio, hatte aber auch Verwandtschaft im kleinen Ort Sutherland Springs. Er soll verheiratet gewesen sein. Wie das Pentagon bestätigt hat, diente Kelley eine Zeitlang in der US-Luftwaffe auf einer Basis im Bundesstaat New Mexico. 

2012 musste er sich nach Angaben der "New York Times" vor Gericht verantworten, nachdem er seine Frau und sein Kind angegriffen hatte. Das Gericht verurteilte ihn zu einer einjährigen Bewährungsstrafe. Aus der Luftwaffe schied er wegen "schlechten Verhaltens" aus. Medien hatten zunächst berichtet, er sei unehrenhaft entlassen worden.

Täter feuerte mit AR-15-Gewehr

Kelley soll einen christlichen Hintergrund haben und kurzzeitig auch Kindern Bibelunterricht gegeben haben. Gleichzeitig interessierte er sich aber offenbar auch für Atheismus. Über sein inzwischen geschlossenes Facebook-Profil folgte er mehreren explizit atheistischen Seiten. Auf eben jenem Profil war auch das Bild einer halbautomatischen Waffe vom Typ AR-15 zu sehen.

Mit so einer Waffe zielte der ganz in Schwarz gekleidete Kelley am Sonntag zunächst von außen auf das baptistische Gotteshaus in Sutherland Springs und richtete dann während des Gottesdienstes ein Blutbad an. Über seine Motive ist derzeit nichts bekannt. 

Der gleiche Waffentyp wurde auch von dem Attentäter in Las Vegas Anfang Oktober (58 Tote), beim Anschlag in San Bernardino 2016 (14 Tote) und beim Anschlag in Sandy Hook 2012 (28 Tote) verwendet. Zwar ist laut US-Waffenrecht nur der Verkauf von halbautomatischen, zivilen Versionen zulässig. Dennoch ist es möglich, mit dem Gewehrtyp viele Schüsse innerhalb kurzer Zeit abzufeuern.

Quelle: ntv.de, ino/bdk