Panorama

Schüsse auf Flüchtlingsheim Zweiter Verdächtiger von Dreieich gefasst

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Ein Mensch wurde bei den Schüssen auf das Flüchtlingsheim in Dreieich verletzt.

(Foto: picture alliance / dpa)

Im Januar fallen Schüsse auf eine Flüchtlingsunterkunft im hessischen Dreieich. Nach drei Monaten kann die Polizei den ersten Verdächtigen fassen. Nun wird in den Niederlanden ein weiterer mutmaßlicher Mittäter festgenommen.

Mehr als vier Monate nach den Schüssen auf eine Flüchtlingsunterkunft im südhessischen Dreieich ist ein zweiter Tatverdächtiger gefasst. Es handele sich um einen 27 Jahre alten Mann, teilte die Staatsanwaltschaft Darmstadt mit. Gegen den beschuldigten Deutsch-Amerikaner bestehe "dringender Tatverdacht des mittäterschaftlich versuchten Mordes und der gefährlichen Körperverletzung".

Er sei schon am Donnerstag aufgrund eines europäischen Haftbefehls in den Niederlanden festgenommen worden. Bereits im April war ein 27-Jähriger Deutscher als Tatverdächtiger festgenommen worden und kam in Untersuchungshaft. "Die weiteren Ermittlungen haben nun auf die Spur des bis dato unbekannten Mittäters geführt", teilte die Staatsanwaltschaft mit.

Die beiden Männer stehen im Verdacht, im Januar in Dreieich "mehrere gezielte Schüsse" auf ein Fenster der dortigen Flüchtlingsunterkunft abgegeben zu haben. In dem Zimmer hielten sich zu Tatzeitpunkt mehrere Menschen auf, von denen ein 23 Jahre alter Syrer am Bein getroffen und leicht verletzt wurde. Der Mann wurde im Krankenhaus behandelt, aber nach kurzer Behandlung wieder entlassen. "Das Motiv für die Tat ist auch nach derzeitigem Stand weiterhin unklar", teilte die Staatsanwaltschaft mit.

Die Behörde leitete Ermittlungen wegen versuchten Mordes ein. Die Tat hatte damals großes Entsetzen ausgelöst. Wenige Tage später demonstrierten rund 700 Menschen gegen Fremdenfeindlichkeit.

Quelle: ntv.de, kbe/dpa/AFP

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