Panorama

Heftiger Regen eine Woche langZyklon "Ditwah" kostet 132 Menschen auf Sri Lanka das Leben

29.11.2025, 16:58 Uhr
251127-COLOMBO-Nov-27-2025-Xinhua-This-photo-taken-with-a-mobile-phone-shows-a-police-officer-wading-through-floodwater-in-Nuwara-Eliya-District-Sri-Lanka-s-Central-Province-Nov-27-2025-Sri-Lanka-is-confronting-one-of-its-most-severe-weather-disasters-in-recent-years-as-days-of-heavy-rainfall-and-multiple-landslides-have-killed-31-people-left-14-missing-and-displaced-thousands-across-the-island-the-Disaster-Management-Center-DMC-said-on-Thursday-According-to-the-latest-situation-report-extreme-weather-has-affected-17-districts-impacting-1-158-families-and-4-008-individuals-The-DMC-said-10-people-have-been-injured-three-homes-have-been-completely-destroyed-and-381-houses-partially-damaged-At-least-131-people-have-been-relocated-to-temporary-safe-centers
Ein Drittel des Landes ist ohne Strom und fließendem Wasser. (Foto: picture alliance / Xinhua News Agency)

Zyklon "Ditwah" entfaltet seit Tagen seine zerstörerische Kraft auf Sri Lanka. Trotz des unermüdlichen Einsatzes der Hilfskräfte verlieren Zehntausende ihr Zuhause und Hunderte ihr Leben. Nun berichten Betroffene von einer waghalsigen Rettungsaktion, die 24 Stunden dauert.

Nach Überschwemmungen und Erdrutschen infolge des Zyklons "Ditwah" ist die Zahl der Todesopfer in Sri Lanka auf mehr als 130 gestiegen. Bislang seien 132 Todesopfer gezählt worden, 176 Menschen würden noch vermisst, teilte der Leiter des sri-lankischen Katastrophenschutzzentrums, Sampath Kotuwegoda, mit. Das Land rief den Katastrophenfall aus.

Nach Angaben der Behörden war etwa ein Drittel des Landes ohne Strom und fließendes Wasser. Auch die Internetverbindungen waren gestört. Rund 75.000 Menschen, deren Häuser durch die einwöchigen heftigen Regenfälle zerstört wurden, wurden in staatliche Notunterkünfte gebracht.

Die Armee unterstütze die laufenden Hilfseinsätze, führte der Leiter des Katastrophenschutzzentrums vor Journalisten in der Hauptstadt Colombo aus. Zyklon "Ditwah" war in Sri Lanka auf Land getroffen, seine Auswirkungen hatte der südasiatische Inselstaat aber bereits seit vergangenem Montag zu spüren bekommen.

Passagiere berichten über Rettungsaktion aus Bus

Soldaten konnten 69 Insassen eines Busses retten, darunter einen deutschen Touristen. Der Bus mit den fast 70 Passagieren war im Bezirk Anuradhapura in Not geraten. Nach einer 24-stündigen Rettungsaktion mit Hubschraubern und Marinebooten konnten die Businsassen gerettet werden.

Ein Passagier berichtete lokalen Medien in einer Klinik, Soldaten hätten ihnen geholfen, auf das Dach eines Hauses in der Nähe zu klettern. Zuvor hätten die Soldaten Seile gespannt, damit sie sicher durch die Fluten gehen konnten. "Wir hatten viel Glück. Während wir auf dem Dach waren, brach ein Teil davon ein. Drei Frauen fielen ins Wasser, aber ihnen konnte zurück aufs Dach geholfen werden", sagte Shantha. Eine Rettung per Hubschrauber habe abgebrochen werden müssen, weil die Wirbel der Rotorblätter das Dach wegzufegen drohten. Später seien sie mit Marinebooten gerettet worden.

Das große Nachbarland Indien schickte eine Flugzeugladung Hilfsgüter nach Sri Lanka. Der indische Regierungschef Narendra Modi drückte den Angehörigen der Flutopfer sein Mitgefühl aus und versicherte, sein Land sei bei Bedarf zu weiteren Hilfslieferungen bereit. "Ditwah" bewegte sich derweil von Sri Lanka weg in Richtung Indien.

Quelle: ntv.de, mwa/AFP

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