Politik

Ukraine-Krieg im Liveticker+++ 09:47 Moskau: Haben Lager eines ukrainischen Drohnenherstellers angegriffen +++

20.09.2026, 00:01 Uhr

Russland hat Angaben des Verteidigungsministeriums zufolge ein Lager des ukrainischen Drohnen- und Raketenherstellers Fire Point in der Region Kiew angegriffen. Zudem sei ein Frachtschiff im Hafen von Odessa und ein Postlogistikzentrum in der Region Odessa unter Beschuss genommen worden. Sie seien für militärische Transporte genutzt worden, teilt das Ministerium mit. Fire Point ist mit dem Marschflugkörper Flamingo, der Langstreckendrohne FP-1 und der Mittelstreckendrohnen FP-2 einer der wichtigsten einheimischen Lieferanten der ukrainischen Armee.

+++ 09:12 Drei Kinder sterben bei Angriffen auf Region Kiew +++

Bei russischen Angriffen auf die Region Kiew sterben nach ukrainischen Behördenangaben innerhalb kurzer Zeit vier Menschen, darunter drei Kinder. Wie der Gouverneur der Region, Tymur Tkatschenko, am Morgen mitteilt, erlag ein Mädchen nach einem russischen Angriff in der nördlich gelegenen Stadt Wyschhorod seinen Verletzungen. Bereits am Samstagabend teilte der Gouverneur mit, dass eine Mutter und ihre beiden drei Jahre alten Kinder starben, als eine russische Drohne ein Wohnhaus traf. Insgesamt gebe es bei den seit mehr als 24 Stunden andauernden Angriffen Schäden an 31 Orten in fünf Bezirken, erklärt Tkatschenko nun weiter. Am stärksten betroffen sei der südwestliche Bezirk Fastiw. 

+++ 08:40 Russland meldet deutlich mehr feindliche Drohnenangriffe als die Ukraine +++

In der Nacht zum Sonntag greift Russland die Ukraine mit 138 Drohnen an. Das teilen die ukrainischen Luftstreitkräfte bei Telegram mit. Demnach können 101 der Drohnen abgefangen werden. An 17 Orten registriert das ukrainische Militär Treffer durch russische Angriffe - an 5 Orten seien Trümmer abgeschossener Drohnen abgestürzt. Der Moskauer Bürgermeister Sergej Sobjanin meldet wiederum, die russische Luftabwehr habe in den vergangenen Stunden mehr als 1600 ukrainische Drohnen abgefangen, darunter steuerten allein 450 auf Moskau zu. Die Angaben lassen sich nicht unabhängig überprüfen. 

+++ 08:06 Ukrainischer Generalstab meldet hohe russische Verluste +++

Nach Angaben des ukrainischen Generalstabs verliert Russlands Armee innerhalb eines Tages 1560 Soldaten. Damit steigt die Gesamtzahl der russischen Soldaten, die dem ukrainischen Militär zufolge seit Kriegsbeginn getötet oder verwundet wurden, auf 1.517.990. Am Samstag meldete die Ukraine noch 1520, am Freitag 1420 getötete oder verwundete russische Soldaten innerhalb eines Tages. Zu eigenen Verlusten macht der ukrainische Generalstab keine Angaben.

+++ 07:32 Moskaus Bürgermeister: Ukraine will mit Angriffen Wahl in Russland "stören" +++

Der Moskauer Bürgermeister Sergej Sobjanin wirft der Ukraine eine versuchte Störung der Parlamentswahl in Russland durch massive Drohnenangriffe vor. Die Ukraine habe in den vergangenen Stunden einen "beispiellosen" Angriff mit mehr als 1600 Drohnen gestartet, erklärt Sobjanin bei Telegram. Die russische Luftabwehr habe allein 450 auf Moskau zusteuernde Drohnen abgefangen. "Der beispiellose Angriff wurde ganz offensichtlich mit dem Ziel geplant, die Wahl zu stören", so Sobjanin. "Dem Feind ist das nicht gelungen", fügte er hinzu. Die Abstimmung über die 450 Sitze in der Staatsduma wird bis zum heutigen Sonntag in elf Zeitzonen abgehalten. Erste Ergebnisse sollen nach Schließung der letzten Wahllokale in Kaliningrad um 20 Uhr deutscher Zeit verkündet werden.

+++ 06:54 Ukrainische Drohnen treffen Moskaus Ölraffinerie +++

Eine Anlage auf dem Gelände der Moskauer Ölraffinerie wird russischen Angaben zufolge durch einen Drohnenangriff auf die russische Hauptstadt beschädigt. Dies berichtet die staatliche Nachrichtenagentur Tass unter Berufung auf den Moskauer Bürgermeister Sergej Sobjanin. Opfer habe es keine gegeben, heißt es. Rettungskräfte seien vor Ort im Einsatz. Die Ölraffinerie im Südosten Moskaus gehört zu Gazprom Neft und ist eine der größten Anlagen in Russland. Sie war in den vergangenen Monaten schon mehrfach das Ziel ukrainischer Angriffe gewesen.

+++ 06:19 Gouverneur: Mindestens zwei Tote nach Angriffen in Region Moskau +++

Bei ukrainischen Angriffen in der russischen Hauptstadtregion Moskau gibt es dem örtlichen Gouverneur Andrej Worobjow zufolge mehrere Todesopfer. Mindestens zwei Menschen seien getötet und mehrere verletzt worden, als Drohnen in zwei Wohnhäuser einschlugen, erklärt er bei Telegram. Bei den Todesopfern handelt es sich demnach um eine 44-jährige Frau und einen älteren Mann. Die Angaben lassen sich zunächst nicht unabhängig überprüfen. 

+++ 05:46 Ukrainische Drohnen attackieren Moskau am Wahltag +++

Am letzten Tag der Parlamentswahl in Russland ist die Hauptstadt Moskau erneut zum Ziel ukrainischer Drohnenangriffe geworden. Seit Mitternacht seien mehr als 150 Drohnen abgefangen worden, meldet die staatliche Nachrichtenagentur Tass unter Berufung auf Sergej Sobjanin, den Bürgermeister der Millionenmetropole, am frühen Morgen. Wo Trümmer zu Boden stürzten, seien Rettungskräfte im Einsatz, betont die Behörde. Über mögliche Opfer ist bisher nichts bekannt. Da echte Oppositionelle im Vorfeld systematisch ausgeschlossen oder inhaftiert wurden, wird die Abstimmung international als Scheinwahl eingestuft.

+++ 04:15 Bericht: Immer mehr Russinnen gebären ihr Kind in Brasilien - für den Pass +++

Immer mehr russische Paare wollen, dass ihr Kind in Brasilien zur Welt kommt, berichtet die Deutsche Welle. Das Kind bekommt so mit der Geburt automatisch einen brasilianischen Pass. "Mit einem brasilianischen Pass kann unsere Tochter visafrei in fast alle Länder der Welt reisen. Sie muss kein teures und langwieriges Schengen-Visum beantragen. Wir möchten, dass sie selbst entscheiden kann, wo sie studiert, arbeitet oder lebt", wird ein russischer Vater zitiert. Nach eigenen Angaben soll das Paar dafür umgerechnet rund 10.000 Euro ausgegeben haben. Nach dem russischen Angriff auf die Ukraine haben zahlreiche westliche Länder Einreisebeschränkungen gegen russische Staatsbürger verhängt.

+++ 02:54 Dänemark schickt neues Militärpaket im Wert von 275 Millionen Dollar an Ukraine +++

Dänemark überweist das 31. militärische Hilfspaket an die Ukraine - im Wert von rund 275 Millionen US-Dollar. Dieses soll die ukrainischen Luftverteidigungsfähigkeiten in der kritischen Herbst- und Winterzeit stärken, wie das ukrainische Verteidigungsministerium bei Facebook mitteilt.

+++ 02:15 Fico: Ukraine-Krieg "weder unser Krieg noch ein Krieg der Nato" +++

Der slowakische Ministerpräsident Robert Fico hat seine Forderung bekräftigt, die Nato dürfe sich nicht in einen Krieg gegen Russland hineinziehen lassen. Obwohl Russland mit seinem Angriff "eine Verletzung des Völkerrechts" begangen habe, sei der Krieg in der Ukraine "weder unser Krieg noch ein Krieg der Nato", sagt der Linkspopulist in einer Videoansprache.

+++ 00:57 Bericht: Russische Krankenhäuser stellen 16.000 Betten für Militärpatienten bereit +++

Russland bereitet sich laut einem unbestätigten Medienbericht offenbar auf eine weitere Eskalation vor. Im Nordwesten des Landes sollen Tausende zusätzliche Krankenhausbetten für verwundete Soldaten bereitgestellt werden, meldet das russische Medium "Volya" unter Berufung "auf Kreise im russischen Verteidigungsministerium". Demnach sollen zivile Krankenhäuser im Herbst zusätzlich 16.000 Betten für Militärpatienten bereitstellen. Eine weitere Quelle habe angeblich sogar von 20.000 Betten gesprochen.

+++ 00:31 Bundeswehr-Verband pocht bei Breuer-Nachfolge auf "zügige Entscheidung" +++

General Carsten Breuer wurde in Kopenhagen zum neuen Chef des Nato-Militärausschusses gewählt. Er übernimmt das Amt offiziell im Sommer 2027. Doch um sich ganz auf den neuen Posten vorzubereiten, werden die nationalen Aufgaben in der Regel schon weit vor dem formalen Wechsel abgegeben. Bundesverteidigungsminister Boris Pistorius gerät damit unter Druck, den Posten seines Generalinspekteurs umgehend neu zu besetzen.

+++ 23:30 Fico: Einige Politiker streben Konflikt zwischen Nato und Russland an +++

Der slowakische Ministerpräsident Robert Fico wirft einigen westlichen Politikern vor, eine direkte Konfrontation zwischen der Nato und Russland anzustreben. Nach dem Scheitern der Strategie, Moskau im Ukraine-Krieg zu besiegen, gieße der Westen mit seiner Unterstützung für Kiew weiter Öl ins Feuer, erklärt Fico in einer Videobotschaft. "Bestimmte Kriegstreiber innerhalb der Nato versuchen um jeden Preis, diesen Krieg zu einem Konflikt zwischen Russland und der Nato zu verwandeln." Die Slowakei werde sich daran nicht beteiligen und unter keinen Umständen Soldaten entsenden. Fico pflegt gute Beziehungen zu Russland und lehnt Militärhilfen für die Ukraine ab.

+++ 22:15 Militär: Russische Armee tötet Frau und Kinder nahe Kiew +++

Russische Truppen sollen bei einem Drohnenangriff im Bezirk Fastiv nahe Kiew eine Frau und zwei Kinder getötet haben. Das teilt der Leiter der Militärregionalverwaltung, Timur Tkachenko, mit. "Eine schreckliche Tragödie", schreibt er in sozialen Netzwerken. "Eine Mutter und zwei kleine Kinder - ein Mädchen und ein Junge - kamen bei einem feindlichen Angriff ums Leben." Es seien zudem Privathäuser und ein Auto zerstört worden.

+++ 21:47 Selenskyj: "Neue Abfangdrohne erfolgreich eingesetzt" +++

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat sich vom Chef des ukrainischen Sicherheitsdienstes, Oleksandr Poklad, zum aktuellen Stand der Verteidigung informieren lassen. Das teilt das Staatsoberhaupt in sozialen Netzwerken mit. "Die militärische Spionageabwehr des Sicherheitsdienstes hat gute Ergebnisse bei der Bekämpfung reaktiver Märtyrer erzielt", so Selenskyj. "Eine neue Abfangdrohne wurde entwickelt und bereits erfolgreich eingesetzt. Schritt für Schritt verbessern wir den Schutz der Ukraine." Laut ukrainischen Medien würde das von Russland überfallene Land "vier vielversprechende Abfangdrohnenmodelle" an der Front testen. Zudem testeten demnach "etwa zehn weitere Hersteller" ihre Entwicklungen im Kriegsgebiet.

+++ 21:12 Angriff auf Einkaufszentrum - Anzahl der Verletzten steigt +++

Bei einem russischen Angriff auf ein Einkaufszentrum in Dnipro sind vier Menschen verletzt worden. Das berichtet der Leiter der regionalen Militärverwaltung Dnipropetrowsk, Oleksandr Ganzha. Zuvor meldete er eine geringere Anzahl an Verletzten. "Alle erhalten die notwendige medizinische Versorgung", heißt es in seinem Beitrag auf Facebook. Dazu teilte er Videoaufnahmen, in denen die Schäden an dem Einkaufszentrum deutlich zu sehen sind. Feuerwehrkräfte befanden sich im Kampf gegen heftige Brände. "Auch in mehreren nahegelegenen Häusern sind Fensterscheiben zu Bruch gegangen", teilt Bürgermeister Borys Filatov mit.

+++ 20:45 Ukraine bildet jetzt auch Ausländer für Krieg aus +++

Die Regierung in Kiew genehmigt die Einrichtung eines speziellen Rekrutierungszentrums für Ausländer und Staatenlose innerhalb der Nationalgarde der Ukraine. Das teilt Premierminister Serhij Korezkyj laut einem Bericht der "Kyiv Post" mit. Er erklärt, das spezialisierte Zentrum diene dazu, den Rekrutierungsprozess für ausländische Freiwillige, die einen befristeten Militärdienst anstreben, zu zentralisieren und zu überwachen. Den Ausführungen des Premiers zufolge sollen die Freiwilligen möglichst schnell in die Truppen integriert werden, um die Kräfte an der Front zu verstärken. "Die Rekrutierung ausländischer Freiwilliger für die Verteidigungsstreitkräfte ist eine der Prioritäten des Staates. Es gilt, diese Arbeit auszuweiten und mehr Menschen für die ukrainische Armee zu gewinnen, die bereit sind, unseren Staat gemeinsam mit den Ukrainern zu verteidigen", so Korezkyj.

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