Politik

Generalinspekteur geht zur NatoBundeswehr-Verband pocht bei Breuer-Nachfolge auf "zügige Entscheidung"

20.09.2026, 00:56 Uhr
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General Carsten Breuer (l.) ist als Generalinspekteur dem Bundesverteidigungsminister Boris Pistorius (r.) direkt unterstellt. (Foto: picture alliance/dpa)

Generalinspekteur Carsten Breuer wechselt 2027 an die Nato-Spitze. Verteidigungspolitiker und der Bundeswehr-Verband verlangen von Boris Pistorius nun Tempo bei dessen Nachfolge. Bis zu seinem Wechsel steht Breuer uneingeschränkt zur Verfügung, betont das Ministerium.

General Carsten Breuer wurde in Kopenhagen zum neuen Chef des Nato-Militärausschusses gewählt. Er übernimmt das Amt offiziell im Sommer 2027. Doch um sich ganz auf den neuen Posten vorzubereiten, werden die nationalen Aufgaben in der Regel schon weit vor dem formalen Wechsel abgegeben. Bundesverteidigungsminister Boris Pistorius gerät damit unter Druck, den Posten seines Generalinspekteurs umgehend neu zu besetzen.

Bis zum Wechsel zur Nato bleibe Breuers Fokus uneingeschränkt auf seinen Aufgaben als Generalinspekteur, betonte das Verteidigungsministerium nach der Nato-Wahl. "Für die Bundeswehr ist eine zügige Entscheidung über die Nachfolge nun von großer Bedeutung", sagte André Wüstner, Vorsitzender des Deutschen Bundeswehrverbands, dem "Spiegel". "Je früher die Einweisung und Übergabe an seinen Nachfolger erfolgt, desto besser", ergänzte er.

Die Vize-Fraktionschefin der Grünen, Agnieszka Brugger, mahnte ebenfalls eine schnelle Personalentscheidung an: "Die Zeiten sind aber zugleich so ernst, dass der Kanzler und der Verteidigungsminister keine unnötige Sekunde zögern sollten, einen neuen Generalinspekteur zu ernennen", sagte Brugger. "Wohl kein Generalinspekteur steht historisch vor so großen Herausforderungen wie der Nachfolger von General Breuer", ergänzte Brugger.

"Der Verteidigungsminister muss jetzt schnell handeln und die Nachfolge als Generalinspekteur regeln, eine Hängepartie an der Spitze der Bundeswehr können wir uns angesichts der sicherheitspolitischen Lage nicht leisten", sagte der CDU-Politiker Thomas Röwekamp.

Breuer ist seit März 2023 Generalinspekteur und damit militärisch verantwortlich für die Umorganisation und Stärkung der Bundeswehr, die nach der sogenannten Zeitenwende angestoßen wurde - ausgelöst durch den russischen Angriffskrieg gegen die Ukraine .Vor seiner Ernennung zum Generalinspekteur war Breuer Befehlshaber des Territorialen Führungskommandos der Bundeswehr, das er selbst aufgebaut hatte. Bekanntheit erlangte er zuvor auch als Leiter des Corona-Krisenstabs im Kanzleramt.

Quelle: ntv.de, bho

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