Politik

Dutzende Flüge gestartet 120.000 Deutsche aus Ausland geholt

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Auch auf Barbados startete eine Maschine mit gestrandeten deutschen Urlaubern.

(Foto: imago images/localpic)

Der internationale Flugverkehr leidet unter zahlreichen Beschränkungen und Verboten. Hunderttausende deutsche Urlauber sitzen deshalb fest. Das Auswärtige Amt, Reiseanbieter und die Lufthansa bemühen sich, sie zurück zu holen. Nun werden erste Zahlen zu der Mammutaktion bekannt.

Die Bundesregierung hat gemeinsam mit Reiseveranstaltern und der Lufthansa inzwischen rund 120.000 wegen der Corona-Krise im Ausland gestrandete Deutsche zurückgeholt. "Wir haben den Rückfluss aus den Haupturlaubsgebieten weitestgehend abgeschlossen und widmen uns jetzt ganz besonders Ländern auch in weiterer Entfernung", sagte Außenminister Heiko Maas. Es sei davon auszugehen, dass es bei der Aktion um mehr als 200.000 Deutsche im Ausland gehe.

Zahlreiche Länder haben wegen der rasanten Ausbreitung des neuartigen Coronavirus Grenzen dicht gemacht und Flugverbindungen gekappt. Maas hatte deswegen vergangenen Dienstag angekündigt, Deutsche aus den Ländern zurückzuholen, aus denen es keine regulären Flüge mehr gibt. Dafür hat das Auswärtige Amt Maschinen gechartert, die bisher 40 Flüge absolviert haben. Weitere 35 Sonderflüge seien aktuell in Vorbereitung.

Zusätzlich bringen die Reiseveranstalter und die Lufthansa auf eigene Faust Urlauber mit Sonderflügen zurück. Seit Dienstag vergangener Woche seien Hunderte Flüge für die Rückholung eingesetzt worden, hieß es aus dem Auswärtigen Amt. Wie viele Betroffene noch zurückgebracht werden müssen, sei momentan nicht zu beziffern, sagte eine Sprecherin des Ministeriums. "Wir gehen jetzt in Länder, wo es schwieriger wird, die Deutschen einzusammeln", sagte die Sprecherin. Sie bat die betroffenen Reisenden um Geduld: "Das wird uns noch etwas Zeit kosten."

Unter www.rueckholprogramm.de können festsitzende Deutsche sich für die Rückholaktion registrieren lassen. Derzeit konzentriert sie sich auf folgende 15 Länder: Ägypten, Algerien, Argentinien, Chile, Costa Rica, Dominikanische Republik, Ecuador, Gambia, Indien, Marokko, Mexiko, Neuseeland, Peru, Philippinen und Tunesien.

Aus Ägypten seien bislang 30.000 von 35.000 deutschen Reisenden zurückgekehrt, aus der Dominikanischen Republik 3000 von 4700, aus Marokko 6000 von 6600, aus Südafrika 7000 von 15.000. Aus der Türkei seien 29.000 Deutsche zurückgekehrt, aus Spanien 30.000. Das Auswärtige Amt rechnet damit, dass 10.000 Deutsche pro Tag nach Deutschland zurückgeholt werden können. Maas betonte, dass auch EU-Bürger anderer Staaten mitgenommen würden, falls es noch freie Plätze gebe.

Quelle: ntv.de, mli/dpa/AFP

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