Ukraine-Krieg im Liveticker+++ 14:25 US-Sanktionen: Medwedew will "militärische Abschreckung" als Reaktion +++
Als Reaktion Moskaus auf die neuen US-Sanktionen gegen Russland fordert der frühere russische Präsident Dmitri Medwedew auch eine "militärische Abschreckung". Selbst über den Ozean hinweg werde "nur die Sprache der direkten militärischen Abschreckung" gehört, erklärt der heutige Vize-Chef des Nationalen Sicherheitsrats mit Blick auf Washington. Die Antwort Russlands auf "russophobe Grausamkeiten wie das Gesetz des toten Terroristen Graham" müsse daher so ausfallen. Nähere Angaben macht Medwedew bislang nicht.
+++ 13:49 Polen beendet Luftraumkontrolle +++
Polen beendet nach Angaben der Armee die präventiven militärischen Luftoperationen. Bodengebundene Luftabwehrsysteme und Radaraufklärung seien wieder in den normalen Einsatzbetrieb übergegangen, teilt die Armee auf X mit. Es habe keine Verletzung des polnischen Luftraums gegeben, erklärt die Armee.
+++ 13:04 Russland meldet Hackerangriff auf Online-Wahlsystem in Moskau +++
Das Online-Wahlsystem in der russischen Hauptstadt Moskau ist nach Behördenangaben in der vergangenen Nacht während der laufenden Parlamentswahl Ziel eines schweren Cyberangriffs geworden. Die Lage sei jedoch unter Kontrolle, berichtet die Nachrichtenagentur Interfax unter Berufung auf die Leiterin der zentralen Wahlkommission, Ella Pamfilowa. Die Angriffe dauerten an, würden jedoch erfolgreich abgewehrt, sagt sie staatlichen Medien zufolge. Die Parlamentswahl in Russland begann am Freitag. Sie dauert drei Tage.
+++ 12:13 Bericht: Immer mehr Drohnenvorfälle an britischen Militärstandorten +++
An britischen Militärstandorten häufen sich einem Medienbericht zufolge Drohnenvorfälle. Der "Independent" berichtet, dass in den vergangenen zwölf Monaten 340 Sicherheitsvorfälle mit Drohnen über oder in der Nähe militärischer Einrichtungen registriert wurden - nach 250 im Jahr 2025 und 126 im Jahr davor. Das britische Verteidigungsministerium macht keine Angaben zur Herkunft der Drohnen. Staatssekretärin Louise Sandher-Jones erklärt jedoch, die Regierung nehme die Bedrohung durch feindliche Drohnen "sehr ernst". Zugleich verweist sie auf verbesserte Überwachung und Meldesysteme. Seit Februar gelten Luftraumbeschränkungen über 44 strategischen Militärstandorten, für weitere 160 Standorte sollen sie im Herbst in Kraft treten.
+++ 11:22 Bericht: Russland greift ukrainische Schiffe im Schwarzen Meer an +++
Russische Streitkräfte haben ein ukrainisches Frachtschiff und einen Tanker im Schwarzen Meer sowie in einem ukrainischen Hafen angegriffen. Das berichtet die Nachrichtenagentur Interfax unter Berufung auf das russische Verteidigungsministerium.
+++ 10:45 Polen lässt präventiv Kampfjets aufsteigen +++
Polen leitet angesichts der russischen Angriffe auf die Ukraine präventive militärische Luftoperationen zum Schutz seines Luftraums ein. Das teilt die polnische Armee in einem Beitrag auf X mit. Das Militär habe zudem für bodengestützte Luftabwehrsysteme und Radaraufklärungssysteme Bereitschaft angeordnet.
+++ 10:10 Putins teurer Krieg frisst sich durch Russlands Alltag +++
Hohe Preise, knapper Treibstoff und fehlende Arbeitskräfte setzen Russlands Wirtschaft zu. Der Krieg hält Teile der Konjunktur zwar noch am Laufen - doch der Rüstungsboom verliert an Kraft.
+++ 09:39 Schweiz verabschiedet neue Sicherheitsstrategie +++
Der Schweizer Bundesrat hat eine neue Sicherheitsstrategie zur Stärkung der Verteidigungsfähigkeit und zum Schutz kritischer Infrastruktur verabschiedet. Laut einem Bericht der "Kyiv Post" will sich Bern damit angesichts des russischen Kriegs gegen die Ukraine und zunehmender hybrider Bedrohungen besser auf Cyberangriffe, Drohnen- und andere Angriffe aus der Distanz vorbereiten. Die Strategie umfasst demnach zehn übergeordnete Ziele und 46 konkrete Maßnahmen. Unter anderem sollen staatliche Institutionen, die Wirtschaft und die Zivilbevölkerung widerstandsfähiger werden. Zudem will die Schweiz ihre konventionellen Verteidigungsfähigkeiten stärken und die Zusammenarbeit mit Partnerstaaten ausbauen.
+++ 08:52 Drohnenaktivität legt Flughafen in Luxemburg lahm +++
Der Flughafen Findel in Luxemburg hat wegen mutmaßlicher Drohnenaktivität vorübergehend den Flugbetrieb eingestellt. Der "Kyiv Independent" berichtet, dass unbefugte unbemannte Fluggeräte im und über dem Flughafengelände gesichtet wurden. Ein Flug aus London wurde deshalb ins belgische Lüttich umgeleitet. In den frühen Morgenstunden wurde der Flugbetrieb wieder aufgenommen. Die Herkunft der Drohnen ist bislang unklar.
+++ 08:09 Pistorius: F-35-Kauf ist kein einseitiges Geschäft +++
Verteidigungsminister Boris Pistorius hat Befürchtungen zurückgewiesen, dass sich Deutschland mit dem Kauf des US-Kampfflugzeugs F-35 von den USA abhängig mache. "Wir wollen unabhängiger werden", sagt der SPD-Politiker im "ZDF-Heute Journal". Deutschland wolle und müsse aber "mit unseren größten Alliierten weiter rüstungsindustriell zusammenarbeiten", und zwar dort, wo es bereits erfolgreiche Kooperationen gebe oder wo es um Systeme gehe, die es in Europa nicht oder noch nicht gebe. "Wir sind schließlich Alliierte und haben auch vor, das zu bleiben. Und dazu gehört auch, dass man gemeinsam entwickelt und beschafft", sagt Pistorius. "Es gibt wechselseitige Interessen." Die Amerikaner hätten "ein Interesse daran, auch unsere rüstungsindustriellen Kapazitäten, unser Know-how, unsere Ingenieurstechnologie und unsere Industriestandorte zu nutzen, weil wir natürlich in dieser Weltlage eine deutlich erhöhte Nachfrage in vielen Bereichen haben".
+++ 07:18 Trump: Russland greift Verbündete der Ukraine seit Jahren an +++
US-Präsident Donald Trump bezichtigt Russland der Angriffe auf Verbündete der Ukraine. "Seit etwa fünf Jahren greifen sie die Verbündeten der Ukraine an", sagt er im Weißen Haus auf eine Reporterfrage nach entsprechenden Sorgen in Polen. "Ich glaube, da sind sich alle einig", sagt Trump weiter. Nähere Angaben zur Bedrohung durch Russland macht Trump zunächst nicht. Polens Ministerpräsident Donald Tusk hatte zuvor mitgeteilt, er rechne für die kommenden Wochen mit stärkeren russischen Angriffen auf die Ukraine wie auf ihre Unterstützer.
+++ 06:27 Generalinspekteur: "Wir investieren in neue Technologie" +++
Generalinspekteur Carsten Breuer weist Vorwürfe zurück, bei der Bundeswehr werde bei der Modernisierung zu viel Geld in veraltete Technologie gesteckt. "Es geht bei unserer Beschaffung nicht um die Alternative Kampfpanzer oder Drohne, das ist kein Entweder-Oder, sondern um beides: Kampfpanzer und Drohne, oder besser Panzer mit Drohne", sagt der ranghöchste Soldat der Bundeswehr der "Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung". Moderne Panzer seien heute weitaus mehr als 50 Tonnen Stahl, führte Breuer aus. "Sie bieten auf dem Gefechtsfeld neben der eigentlichen Waffenwirkung eine vernetzte Sensorplattform, die Drohnen steuert, Daten aufnimmt und verteilt." Kein System, das heute beschafft werde, sei ohne unbemannte Elemente und ohne Künstliche Intelligenz denkbar, erklärt Breuer. "Insoweit läuft die Kritik ins Leere, denn wir machen genau das: Wir investieren in neue Technologien, in zukunftsgerichtete Fähigkeiten."
+++ 05:41 Trump unterzeichnet Paket mit Sanktionen gegen Russland +++
US-Präsident Donald Trump hat das vom Parlament verabschiedete Gesetz mit neuen weitreichenden Sanktionen gegen Russland unterzeichnet. Das teilt das Weiße Haus in Washington mit. Das Sanktionspaket hatte zuvor eine parteiübergreifende Mehrheit im Kongress bekommen und soll den Kreml im Ukraine-Krieg stärker unter Druck setzen. Neben direkten Strafmaßnahmen gegen russische Politiker und Firmen sieht das Paket Sanktionen gegen russische Öl- und Gas-Exporte vor, mit denen Moskau seinen Angriffskrieg finanziert. Es berechtigt Trump unter anderem dazu, die fünf größten Käufer russischer Energieträger mit Sanktionen zu belegen - sowie jene fünf Länder, die Russland am meisten dabei helfen, Energiesanktionen zu umgehen. Damit könnte es die US-Handelsbeziehungen zu China und Indien weiter strapazieren, die große Mengen russischen Erdöls beziehen.
+++ 04:48 USA genehmigen Rüstungsverkauf an Ukraine im Wert von 2,7 Milliarden Dollar +++
Das US-Außenministerium genehmigt einen Rüstungsverkauf an die Ukraine im Wert von fast 2,7 Milliarden Dollar. Die Waffenlieferungen dienten der Weiterentwicklung und Modernisierung der Luftverteidigung sowie der Beschaffung zugehöriger Ausrüstung und Dienstleistungen, teilt das Ministerium mit.
+++ 03:44 Putin wirft Kiew Einmischung in russische Wahl vor +++
Der russische Präsident Wladimir Putin wirft der Ukraine vor, sich in die laufende russische Parlamentswahl einzumischen und Friedensgespräche gezielt zu behindern. Die ukrainische Führung versuche, die dreitägige Abstimmung zu stören, sagt Putin russischen Nachrichtenagenturen zufolge, ohne dafür Beweise vorzulegen. Zudem bekräftigt er, dass Russland weiterhin auf seine nukleare Triade setze und seine Raketenabwehr verbessern müsse. Die Regierung in Kiew bezeichnete die russische Abstimmung als Pseudowahl.
+++ 02:46 Militärverwaltung: Tote nach russischem Gleitbombenangriff in Sumy +++
Bei einem russischen Angriff mit Gleitbomben sind in der nordostukrainischen Stadt Sumy nach Behördenangaben mindestens zwei Menschen getötet worden. Sieben weitere seien bei der Attacke verletzt worden, teilt der Chef der Militärverwaltung von Sumy, Oleh Hryhorow, bei Telegram mit. Darunter sei ein 13-jähriges Mädchen. Hryhorow veröffentlicht auch ein in der Nacht aufgenommenes Foto, auf dem ein schwer beschädigtes mehrstöckiges Wohnhaus zu sehen ist.
+++ 01:40 Moskau stuft Regisseur Zvyagintsev als "Auslandsagenten" ein +++
Moskau hat den bekannten russischen Regisseur Andrei Zvyagintsev als "ausländischen Agenten" eingestuft. Zvyagintsev sei beteiligt gewesen an der Erstellung von Mitteilungen und Materialien von Auslandsagenten und in Russland unerwünschter Organisationen, heißt es in einer Mitteilung des Justizministeriums. Wer in Russland als "ausländischer Agent" gebrandmarkt ist, muss mit zahlreichen Nachteilen rechnen. Die Einstufung soll Misstrauen schüren und ihre Arbeit in Russland erschweren. Zvyagintsev hatte mit "Minotaurus" beim Filmfestival in Cannes den Großen Preis der Jury gewonnen. In seiner Rede appellierte er an Kremlchef Wladimir Putin, den seit mehr als viereinhalb Jahren andauernden russischen Angriffskrieg gegen die Ukraine zu beenden. "Die ganze Welt wartet darauf", sagte der ins Exil gegangene Regisseur damals.
+++ 00:26 EU kritisiert Wahlen in Russland bei "systematischer Unterdrückung" +++
Wegen "systematischer Unterdrückung" der demokratischen Opposition in Russland kritisiert die EU die Wahlen dort scharf. "Die Art und Weise, wie die Parlamentswahlen ausgeführt werden, unterstreicht die anhaltende und sich vertiefende Erosion der Demokratie in Russland", sagt ein Sprecher der EU-Kommission. "Die russischen Behörden haben die systematische und institutionalisierte Unterdrückung weiter verstärkt, um jede demokratische Oppositionskraft auszuschließen", fährt er fort. Bei der Wahl sind nur Kreml-treue Parteien zugelassen. Neben der Parlamentswahl finden auch Regional- und Kommunalwahlen statt.
+++ 23:15 Nato-Spitzenkommandeur berät USA bei Überprüfung von Truppen in Europa +++
Der oberste Befehlshaber der Nato in Europa, US-General Alexus Grynkewich, nimmt an Beratungen über eine Überprüfung der US-Truppenpräsenz in Europa teil. Diese sind Teil einer von US-Verteidigungsminister Pete Hegseth im Juni angekündigten Überprüfung. Hegseth droht damit, US-Beiträge an die Nato zurückzuhalten, falls Verbündete ihre Verteidigungsausgaben nicht erhöhen. Einem von der Nachrichtenagentur Reuters eingesehenen Dokument zufolge soll die Überprüfung mindestens vier Optionen für Hegseth erarbeiten. Ziel des Vorhabens ist es, Europa zu mehr Eigenverantwortung zu bewegen und US-Streitkräfte für globale Aufgaben freizusetzen. Hegseth kritisiert zudem Verbündete, die den USA während des Iran-Krieges die Unterstützung verweigert hatten.
+++ 22:13 Haushaltsloch der Ukraine ist "astronomisch" +++
Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj bezeichnet das Haushaltsloch seines Landes als "astronomisch". "Wir arbeiten an einigen Vorschlägen, um das von mir angesprochene Defizit zu beheben - das, unter uns gesagt, astronomisch ist", sagt Selenskyj Journalisten. Es gebe bereits einige Vereinbarungen. Selenskyj beruft sich dabei auf ein Telefonat vom Donnerstag mit EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen, nachdem Brüssel Kiew weitere 3,3 Milliarden Euro überwies. Diese sollen dem Staatschef zufolge sofort in die Produktion von Drohnen und Raketen fließen. Die Höhe des Haushaltslochs nennt er nicht. Im August hatte der Präsident es noch mit umgerechnet rund 23,5 Milliarden Euro beziffert.
+++ 21:43 Pistorius: Mit dem F-35 beginnt "neue Ära für die Luftwaffe" +++
Bundesverteidigungsminister Boris Pistorius nimmt im US-Bundesstaat Texas den ersten Kampfjet vom Typ F-35 für die deutsche Luftwaffe in Empfang. Pistorius spricht bei der Übergabezeremonie in Fort Worth von einer "neuen Ära für die Luftwaffe". Der F-35 sei unter anderem wegen seiner Tarnkappen-Fähigkeit "das weltweit modernste Kampfflugzeug", sagt Pistorius. Wegen ihrer speziellen Form und Außenbeschichtung sind die Maschinen für gegnerisches Radar nur schwer zu entdecken. Pistorius begründet die Aufrüstung auch mit der gewachsenen Bedrohung durch Russland, unter anderem durch Drohnen. "Russland testet unsere Grenzen aus", sagt er in seiner Rede. "Deutschland hat den Weckruf gehört". Die Bundesregierung verstärke deshalb ihre Verteidigung und Abschreckung.
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