Politik

Ukraine-Krieg im Liveticker+++ 06:19 Gouverneur: Mindestens zwei Tote nach Angriffen in Region Moskau +++

20.09.2026, 00:01 Uhr

Bei ukrainischen Angriffen in der russischen Hauptstadtregion Moskau gibt es dem örtlichen Gouverneur Andrej Worobjow zufolge mehrere Todesopfer. Mindestens zwei Menschen seien getötet und mehrere verletzt worden, als Drohnen in zwei Wohnhäuser einschlugen, erklärt er bei Telegram. Bei den Todesopfern handelt es sich demnach um eine 44-jährige Frau und einen älteren Mann. Die Angaben lassen sich zunächst nicht unabhängig überprüfen. 

+++ 05:46 Ukrainische Drohnen attackieren Moskau am Wahltag +++

Am letzten Tag der Parlamentswahl in Russland ist die Hauptstadt Moskau erneut zum Ziel ukrainischer Drohnenangriffe geworden. Seit Mitternacht seien mehr als 150 Drohnen abgefangen worden, meldet die staatliche Nachrichtenagentur Tass unter Berufung auf Sergej Sobjanin, den Bürgermeister der Millionenmetropole, am frühen Morgen. Wo Trümmer zu Boden stürzten, seien Rettungskräfte im Einsatz, betont die Behörde. Über mögliche Opfer ist bisher nichts bekannt. Da echte Oppositionelle im Vorfeld systematisch ausgeschlossen oder inhaftiert wurden, wird die Abstimmung international als Scheinwahl eingestuft.

+++ 04:15 Bericht: Immer mehr Russinnen gebären ihr Kind in Brasilien - für den Pass +++

Immer mehr russische Paare wollen, dass ihr Kind in Brasilien zur Welt kommt, berichtet die Deutsche Welle. Das Kind bekommt so mit der Geburt automatisch einen brasilianischen Pass. "Mit einem brasilianischen Pass kann unsere Tochter visafrei in fast alle Länder der Welt reisen. Sie muss kein teures und langwieriges Schengen-Visum beantragen. Wir möchten, dass sie selbst entscheiden kann, wo sie studiert, arbeitet oder lebt", wird ein russischer Vater zitiert. Nach eigenen Angaben soll das Paar dafür umgerechnet rund 10.000 Euro ausgegeben haben. Nach dem russischen Angriff auf die Ukraine haben zahlreiche westliche Länder Einreisebeschränkungen gegen russische Staatsbürger verhängt.

+++ 02:54 Dänemark schickt neues Militärpaket im Wert von 275 Millionen Dollar an Ukraine +++

Dänemark überweist das 31. militärische Hilfspaket an die Ukraine - im Wert von rund 275 Millionen US-Dollar. Dieses soll die ukrainischen Luftverteidigungsfähigkeiten in der kritischen Herbst- und Winterzeit stärken, wie das ukrainische Verteidigungsministerium bei Facebook mitteilt.

+++ 02:15 Fico: Ukraine-Krieg "weder unser Krieg noch ein Krieg der Nato" +++

Der slowakische Ministerpräsident Robert Fico hat seine Forderung bekräftigt, die Nato dürfe sich nicht in einen Krieg gegen Russland hineinziehen lassen. Obwohl Russland mit seinem Angriff "eine Verletzung des Völkerrechts" begangen habe, sei der Krieg in der Ukraine "weder unser Krieg noch ein Krieg der Nato", sagt der Linkspopulist in einer Videoansprache.

+++ 00:57 Bericht: Russische Krankenhäuser stellen 16.000 Betten für Militärpatienten bereit +++

Russland bereitet sich laut einem unbestätigten Medienbericht offenbar auf eine weitere Eskalation vor. Im Nordwesten des Landes sollen Tausende zusätzliche Krankenhausbetten für verwundete Soldaten bereitgestellt werden, meldet das russische Medium "Volya" unter Berufung "auf Kreise im russischen Verteidigungsministerium". Demnach sollen zivile Krankenhäuser im Herbst zusätzlich 16.000 Betten für Militärpatienten bereitstellen. Eine weitere Quelle habe angeblich sogar von 20.000 Betten gesprochen.

+++ 00:31 Bundeswehr-Verband pocht bei Breuer-Nachfolge auf "zügige Entscheidung" +++

General Carsten Breuer wurde in Kopenhagen zum neuen Chef des Nato-Militärausschusses gewählt. Er übernimmt das Amt offiziell im Sommer 2027. Doch um sich ganz auf den neuen Posten vorzubereiten, werden die nationalen Aufgaben in der Regel schon weit vor dem formalen Wechsel abgegeben. Bundesverteidigungsminister Boris Pistorius gerät damit unter Druck, den Posten seines Generalinspekteurs umgehend neu zu besetzen.

+++ 23:30 Fico: Einige Politiker streben Konflikt zwischen Nato und Russland an +++

Der slowakische Ministerpräsident Robert Fico wirft einigen westlichen Politikern vor, eine direkte Konfrontation zwischen der Nato und Russland anzustreben. Nach dem Scheitern der Strategie, Moskau im Ukraine-Krieg zu besiegen, gieße der Westen mit seiner Unterstützung für Kiew weiter Öl ins Feuer, erklärt Fico in einer Videobotschaft. "Bestimmte Kriegstreiber innerhalb der Nato versuchen um jeden Preis, diesen Krieg zu einem Konflikt zwischen Russland und der Nato zu verwandeln." Die Slowakei werde sich daran nicht beteiligen und unter keinen Umständen Soldaten entsenden. Fico pflegt gute Beziehungen zu Russland und lehnt Militärhilfen für die Ukraine ab.

+++ 22:15 Militär: Russische Armee tötet Frau und Kinder nahe Kiew +++

Russische Truppen sollen bei einem Drohnenangriff im Bezirk Fastiv nahe Kiew eine Frau und zwei Kinder getötet haben. Das teilt der Leiter der Militärregionalverwaltung, Timur Tkachenko, mit. "Eine schreckliche Tragödie", schreibt er in sozialen Netzwerken. "Eine Mutter und zwei kleine Kinder - ein Mädchen und ein Junge - kamen bei einem feindlichen Angriff ums Leben." Es seien zudem Privathäuser und ein Auto zerstört worden.

+++ 21:47 Selenskyj: "Neue Abfangdrohne erfolgreich eingesetzt" +++

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat sich vom Chef des ukrainischen Sicherheitsdienstes, Oleksandr Poklad, zum aktuellen Stand der Verteidigung informieren lassen. Das teilt das Staatsoberhaupt in sozialen Netzwerken mit. "Die militärische Spionageabwehr des Sicherheitsdienstes hat gute Ergebnisse bei der Bekämpfung reaktiver Märtyrer erzielt", so Selenskyj. "Eine neue Abfangdrohne wurde entwickelt und bereits erfolgreich eingesetzt. Schritt für Schritt verbessern wir den Schutz der Ukraine." Laut ukrainischen Medien würde das von Russland überfallene Land "vier vielversprechende Abfangdrohnenmodelle" an der Front testen. Zudem testeten demnach "etwa zehn weitere Hersteller" ihre Entwicklungen im Kriegsgebiet.

+++ 21:12 Angriff auf Einkaufszentrum - Anzahl der Verletzten steigt +++

Bei einem russischen Angriff auf ein Einkaufszentrum in Dnipro sind vier Menschen verletzt worden. Das berichtet der Leiter der regionalen Militärverwaltung Dnipropetrowsk, Oleksandr Ganzha. Zuvor meldete er eine geringere Anzahl an Verletzten. "Alle erhalten die notwendige medizinische Versorgung", heißt es in seinem Beitrag auf Facebook. Dazu teilte er Videoaufnahmen, in denen die Schäden an dem Einkaufszentrum deutlich zu sehen sind. Feuerwehrkräfte befanden sich im Kampf gegen heftige Brände. "Auch in mehreren nahegelegenen Häusern sind Fensterscheiben zu Bruch gegangen", teilt Bürgermeister Borys Filatov mit.

+++ 20:45 Ukraine bildet jetzt auch Ausländer für Krieg aus +++

Die Regierung in Kiew genehmigt die Einrichtung eines speziellen Rekrutierungszentrums für Ausländer und Staatenlose innerhalb der Nationalgarde der Ukraine. Das teilt Premierminister Serhij Korezkyj laut einem Bericht der "Kyiv Post" mit. Er erklärt, das spezialisierte Zentrum diene dazu, den Rekrutierungsprozess für ausländische Freiwillige, die einen befristeten Militärdienst anstreben, zu zentralisieren und zu überwachen. Den Ausführungen des Premiers zufolge sollen die Freiwilligen möglichst schnell in die Truppen integriert werden, um die Kräfte an der Front zu verstärken. "Die Rekrutierung ausländischer Freiwilliger für die Verteidigungsstreitkräfte ist eine der Prioritäten des Staates. Es gilt, diese Arbeit auszuweiten und mehr Menschen für die ukrainische Armee zu gewinnen, die bereit sind, unseren Staat gemeinsam mit den Ukrainern zu verteidigen", so Korezkyj.

Alle früheren Entwicklungen können Sie hier nachverfolgen.