Politik

Umfragen sehen Biden vorn 59 Millionen US-Bürger haben schon gewählt

49a3869a2cea5946e9d4c081673d86e2.jpg

Vor allem Anhänger der Demokraten nutzen das sogenannte Early Voting in den USA.

(Foto: AP)

Für viele Wählerinnen und Wähler in den USA steht bereits fest, wer ihr Land künftig als Präsident führen soll. Schon vor dem offiziellen Wahltag am 3. November geben sie ihre Stimme ab. Mittlerweile ist es knapp ein Viertel der Wahlberechtigten. Das gilt als gutes Zeichen für den Demokraten Biden.

Knapp eine Woche vor dem eigentlichen Termin der US-Präsidentschaftswahl haben bereits 59 Millionen US-Bürger ihre Stimme abgegeben. Dem US Elections Project der Universität von Florida zufolge beteiligten sich damit zwei Millionen mehr Menschen am sogenannten Early Voting als bei der Präsidentschaftswahl vor vier Jahren.

Wahlberechtigt ist in den USA jeder der rund 330 Millionen US-Bürger, der mindestens 18 Jahre alt ist. Das sind gut 233 Millionen. Somit haben nach Erhebungen des Wahlprojekts der University of Florida bereits etwa 25 Prozent der Wahlberechtigten ihre Stimmen abgegeben. Die rekordverdächtige Zahl ist zum Teil auf die Besorgnis über die Menschenmengen an den Wahllokalen am Wahltag inmitten der Corona-Pandemie zurückzuführen. Aus der Statistik geht hervor, dass vor allem Anhänger des demokratischen Präsidentschaftskandidaten Joe Biden ihre Stimmen abgegeben haben.

Die US-Bürger haben die Möglichkeit, vor dem eigentlichen Wahltermin per Briefwahl zu wählen oder ihre Stimme im Vorfeld der Wahl persönlich in einem Wahllokal abzugeben. Das Early Voting erreicht in diesem Jahr auch angesichts der Corona-Pandemie Rekordwerte: Viele Wähler wollen am 3. November den Gang in volle Wahllokale und damit ein potenzielles Ansteckungsrisiko vermeiden.

Umfragen sehen Biden/Harris vor Trump/Pence

Dass mehr demokratische Wähler von der Briefwahl Gebrauch machen, bedeutet nicht, dass die Republikaner von Amtsinhaber Donald Trump das am 3. November nicht ausgleichen könnten. Beobachter rechnen damit, dass republikanische Wähler am 3. November in großer Zahl in die Wahllokale gehen. Trump macht seit Monaten Stimmung gegen die Briefwahl, indem er behauptet, diese sei anfälliger für Wahlbetrug. Wissenschaftliche Belege gibt es dafür nicht.

Derzeit sehen Umfragen einen deutlichen landesweiten Vorsprung für Biden und seine Kandidatin für die Vize-Präsidentschaft, Kamala Harris. Auch in den besonders umkämpften Schlüsselstaaten wie Pennsylvania und Florida liegt das demokratische Gespann vor den Amtsinhabern Donald Trump und Mike Pence, allerdings sind die Rennen hier deutlich enger.

*Datenschutz

Die Wissenschaftler vom US Elections Project sagen eine insgesamt hohe Wahlbeteiligung voraus. Demnach könnten insgesamt mehr als 150 Millionen Menschen ihre Stimme abgeben - rund 13 Millionen mehr als bei der vorherigen Wahl.

Quelle: ntv.de, cri/AFP