Politik

Michael, Daniel, Andreas, Sascha AfD interessiert sich für Messerattacken

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Teile der Polizeistatistik interessieren die AfD besonders.

(Foto: imago images / localpic)

Auseinandersetzungen mit Messern schreibt die AfD zumeist der hohen Zahl von Flüchtlingen zu. Im Saarland will die Fraktion es ganz genau wissen und fragt die Landesregierung. Die Antwort dürfte die Erwartungen der Partei verfehlt haben.

Seit mittlerweile einem halben Jahr ist die Kriminalstatistik der saarländischen Polizei bekannt und noch immer arbeitet sich die AfD an Teilen der Erhebung ab. Besonders interessiert sich die Partei dabei für die Messerangriffe. Die Antwort einer Parlamentarischen Anfrage, über die die "Saarbrücker Zeitung" berichtet, dürfte die Erwartungen der Rechtspopulisten aber schwer enttäuscht haben.

Die Polizei hatte in einer aufwendigen Sonderauswertung für den Zeitraum von Januar 2016 bis April 2018 insgesamt 1490 Strafanzeigen und Ordnungswidrigkeiten erfasst, bei denen ein Messer im Spiel war. In fast 57 Prozent der Fälle (842 Mal) - und damit in mehr als der Hälfte aller zur Anzeige gebrachten Vorfälle - war dabei der Täter ein Deutscher. 122 Mal handelte es sich bei den Tätern um Syrer, 94 Mal um EU-Ausländer und 36 Mal um Afghanen. 289 Mal habe kein Täter ermittelt werden können, hieß es weiter.

Die AfD-Fraktion hat dem Bericht zufolge nun exakt wissen wollen, wie es sich genau mit den 842 Deutschen verhält. Offensichtlich, mutmaßt die Zeitung, glaubte sie, dass darunter auch etliche inzwischen eingebürgerte Migranten sein müssen. Dem ging der AfD-Abgeordnete Rudolf Müller auf den Grund und fragte: "Gibt es bei den im Lagebild als Täter aufgeführten 842 deutschen Staatsbürgern Häufungen bei Vornamen?"

Und laut Antwort der Regierung ist dies der Fall:

  • Michael (24 Fälle)
  • Daniel (22 Fälle)
  • Andreas (20 Fälle)
  • Sascha (15 Fälle)
  • Thomas (14 Fälle)
  • Christian (13 Fälle)
  • Kevin (13 Fälle)
  • Manuel (13 Fälle)
  • Patrick (13 Fälle)
  • David (12 Fälle)
  • Jens (12 Fälle)
  • Justin (11 Fälle)
  • Sven (11 Fälle)

Ferner antwortete die Landesregierung, dass 14 der entsprechenden 842 Deutschen noch einen weiteren Pass besitzen.

Quelle: n-tv.de, jwu

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