Politik

Für die Europawahl AfD mobilisiert Wähler von 2017 am besten

119833705.jpg

Wahlplakate zur Europawahl bei einem AfD-Fest in Berlin.

(Foto: picture alliance/dpa)

Welche Partei schafft es, wie gut ihre Wähler zu mobilisieren? Das RTL/n-tv Trendbarometer zeigt: Besonders erfolgreich sind AfD, CSU und Grüne. Schlecht sieht es vor allem für eine Partei aus.

Knapp eine Woche vor der Europawahl weist die AfD den höchsten Mobilisierungsgrad ihrer Wähler auf. Dies ergibt das jüngste RTL/n-tv Trendbarometer. Danach würden 79 Prozent der Wähler, die bei der Bundestagswahl 2017 für die Partei gestimmt haben, bei der Europawahl am kommenden Sonntag auch wieder die AfD wählen. Von den Wählern, die 2017 für die Grünen stimmten, würden sich bei der Europawahl 72 Prozent mobilisieren lassen.

*Datenschutz

Für die CSU würden ebenfalls 72 Prozent ihrer Wähler von 2017 stimmen, für die CDU nur 57 Prozent. Bei SPD und Linke liegt der Mobilisierungsgrad bei 51 Prozent. Am schlechtesten gelingt kurz vor der Abstimmung zum Europaparlament der FDP die Mobilisierung ihrer Wähler von 2017.  Gerade mal 34 Prozent würden wieder bei den Liberalen ihr Kreuz machen, wie das Umfrageinstitut Forsa nach einer Befragung von 1200 Wählern vom 15. bis zum 17. Mai ermittelte.

Nur eine Minderheit von 31 Prozent der Befragten bewertet die Werbung der Parteien zur Europawahl als ansprechend und verständlich. 60 Prozent nennt sie dagegen wenig ansprechend und verständlich. In den sechs Bundesländern, in denen die Europawahl nicht mit Kommunalwahlen gekoppelt ist, fällt die Bewertung der Werbung für die Europawahl noch etwas negativer aus.

Mehrheit gegen Sperrklausel

Die Umfrage zeigt auch: Die Mehrheit, 52 Prozent, bewertet die Abschaffung der Sperrklausel bei der Europawahl als Schwächung. Besonders die Anhänger von Union, SPD und Liberalen werten diese skeptisch, während Anhänger von AfD und Linkspartei dadurch eher die Demokratie gestärkt sehen.

Die große Mehrheit der Wahlberechtigten, 67 Prozent, gibt zudem an, dass die Kandidaten der mehr als 30 bei der Europawahl kandidierenden Splitterparteien überwiegend aus Randgruppen der Gesellschaft stammen. Dass sie aus der gesellschaftlichen Mitte kommen, sieht nur eine Minderheit von 18 Prozent.  

*Datenschutz
*Datenschutz
*Datenschutz

Quelle: n-tv.de, ghö

Mehr zum Thema