Politik

Gefahr für Welthandel Altmaier fürchtet Folgen eines Handelskriegs

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Wirtschaftsminister Peter Altmaier sagt: "Die Politik hat nicht das Recht, die Arbeitsplätze von Stahlkochern, Autobauern und Aluminiumgießern aufs Spiel zu setzen."

dpa

Experten blicken mit großer Sorge auf den Handelsstreit der USA mit China und der Türkei. So auch Wirtschaftsminister Peter Altmaier. Er sieht die Wirtschaft in ernster Gefahr. Außerdem mahnt er: "Wir lassen uns aus Washington keine Handelsbeziehungen diktieren."

Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier hat angesichts der Strafzölle der US-Regierung auf Waren aus China und der Türkei vor dramatischen Folgen für die Weltwirtschaft gewarnt. "Dieser Handelskrieg verlangsamt und zerstört Wirtschaftswachstum und produziert neue Unsicherheiten", sagte der CDU-Politiker der "Bild am Sonntag".

"Die Politik hat nicht das Recht, die Arbeitsplätze von Stahlkochern, Autobauern und Aluminiumgießern aufs Spiel zu setzen", sagte er. Stattdessen brauche es einen "Welthandel mit niedrigeren Zöllen, weniger Protektionismus und offenen Märkten".

Der Minister äußerte sich kritisch zu den US-Sanktionen gegen den Iran, die Geschäfte deutscher Firmen mit Teheran beeinträchtigen. "Wir lassen uns aus Washington keine Handelsbeziehungen mit anderen Ländern diktieren und stehen deshalb zum Wiener Nuklearabkommen, damit der Iran keine Atomwaffen produziert", sagte Altmaier. "Jedes deutsche Unternehmen darf im Iran weiterhin investieren, so viel es möchte."

Allerdings seien viele Unternehmen auf Kredite von Banken angewiesen, die sich meist in den USA refinanzieren, was Probleme schaffe. "Wir suchen national und in Europa Wege, um Finanzkanäle offen zu halten", sagte Altmaier. "Und wir unterstützen die Auslandsgeschäfte der Firmen auch weiterhin mit Exportkreditgarantien."

Quelle: n-tv.de, kpi/AFP

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