Politik

Terrorangriffe in Afghanistan Attentäter reißt Trauernde in den Tod

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Sicherheitskräfte riegelten die Kabuler Klinik nach dem Anschlag ab.

(Foto: REUTERS)

Wieder erschüttern mehrere Anschläge Afghanistan. In der östlichen Provinz Nangarhar sprengt sich ein Selbstmordattentäter bei einer Beerdigung in die Luft und reißt mindestens 15 Trauergäste mit in den Tod. In Kabul greifen Attentäter ein Krankenhaus an und töten mehrere Zivilisten.

Bei zwei Anschlägen in Afghanistan sind mindestens 19 Menschen getötet worden. Die Angriffe galten einem Krankenhaus in Kabul und einer Trauerfeier in der östlichen Provinz Nangarhar, wie Behördenvertreter mitteilten.

Am Morgen griffen laut Innenministerium drei Unbekannte ein Krankenhaus in der afghanischen Hauptstadt Kabul an. Sie töteten mindestens vier Menschen. Fünf weitere Zivilisten, darunter auch Kinder, seien verwundet worden, sagte eine Sprecherin des Innenministeriums. Ein Angreifer sei von Spezialkräften bereits getötet worden.

Sicherheitskräfte brachten nach Angaben des Innenministeriums mehr als 80 Menschen in Sicherheit, darunter viele Frauen und Kinder. Zuvor habe es mehrere Explosionen gegeben und Schüsse seien gefallen. Auch Ärzte ohne Grenzen sei in dem Krankenhaus tätig und leite die Entbindungsstation, teilte die Hilfsorganisation auf Twitter mit.

In der östlichen Provinz Nangarhar sprengte sich zudem ein Selbstmordattentäter während einer Beerdigung in die Luft und tötete mindestens 15 Menschen. Über 50 weitere Menschen seien bei der Trauerfeier für einen lokalen Polizeichef verletzt worden, sagte ein Regierungssprecher aus der Provinz. Zwei weitere Provinzpolitiker sprachen von mindestens 45 Toten.

Keine Gruppe reklamierte bisher die Angriffe für sich. Die militant-islamistischen Taliban dementierten, für die Attacken verantwortlich zu sein. Sowohl die Terrormiliz Islamischer Staat als auch die Taliban sind in Afghanistan aktiv.

Quelle: ntv.de, fzö/dpa