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Kurz vor Wahl in Thüringen Auch Grünen-Fraktionschef erhält Drohung

Die Drohmail kündige ein Messer- oder ein Autobombenattentat an, wenn Adams nicht bei den Grünen austrete.

Die Drohmail kündige ein Messer- oder ein Autobombenattentat an, wenn Adams nicht bei den Grünen austrete.

(Foto: dpa)

Nach CDU-Spitzenkanditat Mohring erhält auch Thüringens Grünen-Fraktionschef Adams eine Drohmail. Die mutmaßlichen Rechtsextremisten fordern ihn auf, aus der Partei auszutreten. Andernfalls drohe ihm ein Messer- oder ein Autobombenattentat.

In Thüringen ist kurz vor der Landtagswahl eine weitere Morddrohung gegen einen Spitzenpolitiker publik geworden. Nach CDU-Spitzenkandidat Mike Mohring erhielt auch der Grünen-Fraktionschef im Landtag, Dirk Adams, eine ähnliche Drohmail von mutmaßlichen Rechtsextremisten. Das sagte Adams im Mitteldeutschen Rundfunk.

Der Absender der E-Mail, die in seinem Wahlkreisbüro in Nordhausen eingegangen sei, nenne sich "Cyber-Reichswehr" und kündige ein Messer- oder ein Autobombenattentat an, wenn Adams nicht bei den Grünen austrete. Adams leitete die Drohung an die Polizei weiter. "Ich nehme das nicht ernst", sagte er.

Zuvor hatte Mohring eine neuerliche Morddrohung gegen sich öffentlich gemacht. Bis Sonntagmittag sollte er demnach seinen Wahlkampf einstellen. "Das haben Rechtsextremisten von mir gefordert in einer E-Mail, die ich vorgestern Nacht bekommen habe", sagte Mohring in einem auf Twitter und Facebook veröffentlichten Video. "Wenn ich das nicht tue, dann wollen sie mich abstechen, so wie die Oberbürgermeisterin von Köln, Henriette Reker, oder gar eine Autobombe zünden."

"Kein Platz für Hass, für Gewalt, für Aggressionen"

Mohring hatte bereits Ende September eine Morddrohung erhalten. Der Absender der Postkarte nahm damals nach CDU-Angaben indirekt Bezug auf den Mord am Kasseler Regierungspräsidenten Walter Lübcke. In dem Drohschreiben hieß es demnach, Mohring sei die Nummer zwei, die demnächst einen "Kopfschuss" erhalte. "Wir dürfen keinen Platz lassen für Hass, für Gewalt, für Aggressionen, für Morddrohungen", sagte Mohring.

Auch Grünen-Chef Robert Habeck hatte im Thüringer Landtagswahlkampf Morddrohungen bekommen. In diesem Zusammenhang durchsuchte die Polizei am Freitag die Wohnungen von zwei Beschuldigten. In einem Fall soll sich ein polizeibekannter Rechtsextremer illegal Schusswaffen besorgt haben. Im zweiten Fall soll ein 27-jähriger aus Nordthüringen öffentlich zu schweren Straftaten gegen den Grünen-Bundesvorsitzenden im Rahmen von dessen Wahlkampftour in Thüringen aufgerufen haben.

Quelle: n-tv.de, fge/AFP

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