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Nach Morddrohung gegen Habeck Durchsuchungen bei Rechtsextremen

Robert Habeck, Bundesvorsitzender von Bündnis 90/Die Grünen, äußert sich bei einer Pressekonferenz. Foto: Bernd von Jutrczenka/dpa/Archivbild

Robert Habeck, Bundesvorsitzender von Bündnis 90/Die Grünen, äußert sich bei einer Pressekonferenz. Foto: Bernd von Jutrczenka/dpa/Archivbild

(Foto: dpa)

Grünen-Chef Robert Habeck wird während des Wahlkampfs in Thüringen massiv bedroht. Die Polizei durchsucht die Wohnungen zweier Verdächtiger. Gegen einen polizeibekannten Rechtsextremen wird wegen illegalen Waffenbesitzes ermittelt.

Nach einer Morddrohung gegen Grünen-Chef Robert Habeck im Thüringer Landtagswahlkampf hat es bei zwei Beschuldigten Durchsuchungen gegeben. Die Wohnung eines polizeibekannten Rechtsextremen im Saale-Orla-Kreis wurde wegen des Vorwurfs des illegalen Schusswaffenbesitzes durchsucht, wie das Thüringer Landeskriminalamt (LKA) in Erfurt mitteilte.

Die Staatsanwaltschaft Gera ermittelt gegen den 41-Jährigen wegen Verstoßes gegen das Waffengesetz. Ihm wird vorgeworfen, sich illegal Schusswaffen verschafft zu haben. Der Mann sei bereits als politisch motivierter Straftäter aus der rechten Szene in Erscheinung getreten.

Im zweiten Fall handelt es sich den Angaben zufolge um einen 27-jährigen aus Nordthüringen, auch gegen diesen Mann sei ein Durchsuchungsbeschluss vollstreckt worden. Gegen den Beschuldigten läuft ein Ermittlungsverfahren der Staatsanwaltschaft Mühlhausen wegen des Verdachts der Öffentlichen Aufforderung zu Straftaten.

Nach derzeitigem Ermittlungsstand forderte der 27-Jährige in einem sozialen Netzwerk öffentlich zu schweren Straftaten gegen den Grünen-Bundesvorsitzenden im Rahmen von dessen Wahlkampftour in Thüringen auf. Die gefundenen Beweismittel werden nun ausgewertet.

Nach Angaben des Spitzenkandidaten der Thüringer Grünen zur Landtagswahl, Dirk Adams, ging am Montag eine Morddrohung gegen Habeck für eine Wahlkampfveranstaltung ein. "Ich bin entsetzt über das Maß an Aggression und Gewalt, das sich Bahn bricht", erklärte Adams. Die Partei werde sich aber nicht einschüchtern lassen, "denn Einschüchterung und Hass dürfen in einer Demokratie nie die Oberhand gewinnen". Alle Wahlkampftermine würden wie geplant abgehalten.

Quelle: n-tv.de, fge/AFP/dpa

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