Politik

Konflikt mit PhilippinenAustralien attackiert China für gefährliches Verhalten im Südchinesischen Meer

21.07.2026, 09:34 Uhr
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Die chinesische Küstenwache versucht im Südchinesischen Meer immer wieder Besitzansprüche Pekings durchzusetzen. (Archivbild) (Foto: picture alliance/dpa/AP)

Zum wiederholten Mal kommen sich chinesische und philippinische Boote im Südchinesischen Meer sehr nahe. Peking bestellt daraufhin den Botschafter ein und unterstellt Manila Provokationen. Nachbarstaat Australien macht wiederum China schwere Vorwürfe.

Nach neuen Spannungen im Südchinesischen Meer hat Australien China "destabilisierendes und gefährliches" Verhalten vorgeworfen. Australiens Außenministerin Penny Wong verurteilte bei einer Rede im Hauptquartier der philippinischen Küstenwache in Manila das "Vorgehen chinesischer Schiffe gegenüber philippinischen Schiffen, das wir gestern Vormittag beobachtet haben".

Am Montag war es in einem umstrittenen Teil des Südchinesischen Meeres zu einem Zusammenstoß zwischen philippinischen und chinesischen Seeleuten gekommen. Peking bestellte deswegen den Botschafter der Philippinen ein. Ihm sollte nach Angaben des Außenministeriums "eine ernsthafte Protestnote wegen der absichtlichen Provokation und des Angriffs der Philippinen auf Angehörige der chinesischen Küstenwache am Ren'ai-Riff" übergeben werden.

Das Riff ist auch unter dem Namen Second-Thomas-Riff bekannt. Bereits im Juni war es zu einer Konfrontation zwischen einem Schiff der chinesischen Küstenwache und philippinischen Booten im Bereich des Second-Thomas-Riffs gekommen, bei der Angehörige der chinesischen Küstenwache die philippinischen Boote betreten hatten. Bei der Auseinandersetzung wurde ein philippinischer Matrose an einer Hand verletzt und verlor einen Daumen.

China erkennt Urteil nicht an

Im Südchinesischen Meer kommt es zwischen China und den Philippinen regelmäßig zu Zwischenfällen. China beansprucht fast das gesamte Seegebiet für sich. Aber auch Brunei, Indonesien, Malaysia, die Philippinen und Vietnam erheben Anspruch auf Teile des Südchinesischen Meeres. Der Ständige Schiedshof in Den Haag hatte 2016 einige der chinesischen Gebietsansprüche für unrechtmäßig erklärt, Peking erkennt das Urteil aber nicht an.

Für die Frachtschifffahrt ist das Südchinesische Meer sehr wichtig: Mehr als 60 Prozent der weltweit verschifften Waren werden durch das Seegebiet transportiert.

Quelle: ntv.de, als/AFP

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