Politik

"Geben Grundrechte zurück" Bayern: Geimpfte brauchen keinen Test mehr

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Wer zweimal geimpft sei, habe nahezu ein Nullrisiko, so Markus Söder.

(Foto: picture alliance/dpa/dpa-Pool)

Während der Bund seine Entscheidung aufschiebt, prescht Bayern voran und stellt Geimpfte mit negativ Getesteten gleich. Ab Mittwoch benötigen Menschen mit vollständigem Impfschutz im Freistaat keinen Test mehr im Alltag. Auch die Priorisierung könnte früher fallen.

Vollständig Geimpfte werden in Bayern ab Mittwoch negativ auf Corona Getesteten gleichgestellt. Das hat das Kabinett in München beschlossen. Der Freistaat setzt damit diesen Punkt früher um als der Bund. In der Praxis bedeutet dies, dass etwa Geimpfte mit einem vollständigen Impfschutz bei einem Friseurbesuch keinen negativen Corona-Test vorweisen müssen.

Privilegien wie der Zugang zu derzeit geschlossenen Einrichtungen, wie Schwimmbädern, sind aber nicht vorgesehen. Wer zweimal geimpft sei und "nahezu ein Nullrisiko hat, muss wieder in seine zentralen Grundrechte zurückversetzt werden", sagte Ministerpräsident Markus Söder. Die Grundrechte müssten so schnell es geht, zurückgegeben werden.

Beim Impfgipfel von Bund und Ländern am Montag hatte es noch keine Beschlüsse zum bundesweiten Umgang mit Geimpften und Genesenen und möglichen Erleichterungen bei den Corona-Beschränkungen für sie gegeben. Die Bundesregierung will nach einer Ankündigung von Gesundheitsminister Jens Spahn kommende Woche einen Vorschlag machen, sodass eine Verordnung am 28. Mai vom Bundesrat beschlossen werden könnte.

Söder geht zudem davon aus, dass die Impfpriorisierung in Bayern bereits ab Mitte oder Ende Mai aufgehoben wird. Zielvorgabe sei, dass jeder geimpft werden könne, der dies wolle. Der Schwerpunkt werde bei Betrieben und Familien liegen. "Der Mai wird ein hellerer Monat", sagt er. Schon jetzt seien viele der bayerischen Landkreise bei der Impfung der Priorisierungsgruppe drei angekommen.

Quelle: ntv.de, mdi/dpa/rts

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