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Gespräche schon kommende WocheBericht: Deutschland verhandelt über Abschiebezentren in Ruanda

21.08.2026, 20:26 Uhr
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Ruandas Hauptstadt Kigali. Eine Delegation europäischer Regierungen reist kommende Woche ins afrikanische Land zu Beratungen über sogenannte Return Hubs. (Foto: picture alliance / ZB)

Wohin mit abgelehnten Asylbewerbern? Deutschland und vier weitere EU-Staaten planen einem Bericht zufolge die Einrichtung sogenannter Return Hubs in Ruanda. Eine Delegation macht sich bereits nächste Woche auf den Weg in das afrikanische Land.

Die Bundesregierung und vier weitere EU-Länder verhandeln einem Bericht zufolge mit Ruanda über die Einrichtung von Zentren für die Rückführung abgelehnter Asylsuchender. Wie "Der Spiegel" und des ARD-Magazins "Report Mainz" berichteten, wird kommende Woche eine Delegation europäischer Regierungen nach Ruanda reisen, um über sogenannte Return Hubs in dem afrikanischen Land zu beraten.

Die Reise geht auf eine Gruppe von Staaten zurück, die sich selbst auch "die Umsetzer" nennen. Neben Deutschland gehören ihr Österreich, Dänemark, Griechenland und die Niederlande an. Die Gruppe hat sich zum Ziel gesetzt, bis Ende des Jahres einen Partner zu finden. Auch Italien bekundete in den vergangenen Wochen Interesse an einem entsprechenden Deal mit Ruanda.

Die Gespräche in der kommenden Woche sollen auf technischer Ebene geführt werden. Bislang geht es offenbar ausschließlich um sogenannte "Return Hubs". In diese Zentren könnten Menschen gebracht werden, deren Asylanträge in Europa abgelehnt wurden.

Einige Länder, darunter Österreich, können sich nach eigenen Angaben aber auch sogenannte Asylzentren vorstellen. In diesem Modell würden die Partnerländer sogar über die Asylanträge von Menschen entscheiden, die nach Europa geflohen sind. Anschließend würden sie ihnen gegebenenfalls Schutz gewähren.

Bundesinnenminister Alexander Dobrindt hatte schon mehrfach angekündigt, "Return Hubs" aufbauen zu wollen. Im Juni sagte er, dazu würden Gespräche mit möglichen Ländern geführt. Ziel sei es, im Laufe des Jahres entsprechende Vereinbarungen zu treffen.

Eine Sprecherin der Regierung in Ruanda hatte vor ein paar Tagen "erste Gespräche" mit europäischen Regierungen über ein nicht näher definiertes Migrationsabkommen bestätigt. Es sei aber noch nichts entschieden. Die Innenministerien in Berlin und Wien bestätigten dem "Spiegel" zufolge auf Anfrage zwar Gespräche über "Return Hubs". "Aufgrund der im Sinne einer vertrauensvollen Zusammenarbeit gebotenen Vertraulichkeit können mögliche Partnerstaaten nicht vorab benannt werden", teilte das Bundesinnenministerium mit. Ein Sprecher des österreichischen Innenministeriums sagte, man habe Stillschweigen vereinbart: "Daran halten wir uns."

Quelle: ntv.de, uzh

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