Politik

"Mit einigen Symptomen" Berlusconi wegen Corona im Krankenhaus

Laut Berlusconis Umfeld gebe es kein Grund zur Besorgnis.

Laut Berlusconis Umfeld gibt es kein Grund zur Besorgnis.

(Foto: dpa)

Erst vor ein paar Tagen macht Berlusconi seine Infektion publik, wobei sein Arzt ihn als "asymptomatisch" diagnostiziert. Nun muss der 83-Jährige im Krankenhaus behandelt werden. Was das für seinen Wahlkampf in zwei Wochen heißt, ist unklar.

Italiens ehemaliger Premierminister Silvio Berlusconi ist nach Angaben seiner Partei wegen seiner Corona-Infektion mit Krankheitsanzeichen ins Krankenhaus eingeliefert worden. Dort werde er sich weiteren Untersuchungen unterziehen. Der 83-jährige Unternehmer und konservative Politiker "wurde nach einigen Symptomen vorsorglich in das Krankenhaus San Raffaele in Mailand gebracht. Das klinische Bild gibt keinen Anlass zur Sorge", teilte ein Sprecher der rechtsgerichteten Partei Forza Italia nun mit. Der Oppositionspolitiker hatte seine Corona-Infektion am 2. September publik gemacht. Danach zog er sich auf seinen privaten Wohnsitz in Arcore in der Lombardei in die Corona-Isolation zurück.

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Der Forza-Italia-Chef hatte angekündigt, dass er von dort weiter Wahlkampf für die Regional- und Kommunalwahlen am 20. und 21. September machen werde. Sein Arzt Alberto Zangrillo hatte da noch erklärt, Berlusconi sei "asymptomatisch".

Noch am Donnerstag hatte sich der Ex-Ministerpräsident mit einer Telefon-Botschaft bei einer Wahlkampfveranstaltung in Genua zu Wort gemeldet. Denn er werde laut eigener Aussage "im Wahlkampf mit Interviews im Fernsehen und in Zeitungen präsent sein".

Es wird vermutet, dass Berlusconi sich bei einem Aufenthalt auf der Ferieninsel Sardinien mit Sars-CoV-2 angesteckt hatte. Der Ex-Ministerpräsident wurde erstmals am 25. August getestet, nachdem er aus einem Urlaub zurückgekehrt war, wo er ein Luxusanwesen besitzt. Das Ergebnis war negativ. Nachdem einige der Menschen, die Berlusconi auf der italienischen Insel getroffen hatte, jedoch positiv getestet wurden, wurde der 83-Jährige aber nochmals getestet. Unter seinen Kontakten ist auch der frühere Formel-1-Chef und prominenter Nachtclubbesitzer Flavio Briatore, der ebenfalls vor nicht allzu langer Zeit positiv auf das Coronavirus getestet worden war.

Quelle: ntv.de, ysc/dpa/AFP