Politik

52 Prozent Zustimmung Biden nach 100 Tagen beliebter als Trump

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Biden will das gespaltene Land einen. Doch zuerst muss er die Corona-Pandemie bekämpfen.

(Foto: REUTERS)

Seit fast 100 Tagen sitzt Joe Biden im Weißen Haus. Mit der Corona-Pandemie, aber auch der Migration aus Mexiko hat er gut zu tun. Eine knappe Mehrheit der Amerikaner sehen ihn dabei auf dem richtigen Weg. Das ist mehr als bei Trump, aber weit weniger als bei Obama.

Nach knapp 100 Tagen im Amt stößt US-Präsident Joe Biden bei den Amerikanern mehrheitlich auf Zustimmung. Einer Umfrage der "Washington Post" und des Senders Abc News zufolge ist der 78-Jährige populärer als sein Vorgänger Donald Trump im Vergleichszeitraum vor vier Jahren - allerdings unbeliebter als die US-Präsidenten davor. 52 Prozent hätten sich zustimmend zu Biden geäußert, hieß es. Bei Trump waren es lediglich 42 Prozent. George W. Bush erreichte in einer vergleichbaren Erhebung Zustimmungswerte von 63 Prozent, Barack Obama von 69 Prozent.

Zugute gehalten wird Biden insbesondere sein Umgang mit der Corona-Pandemie, den 64 Prozent der Befragten befürworten. Die USA machen täglich erhebliche Fortschritte bei der Impfkampagne. Die Zahl der täglich erfassten Neuinfektionen ist zwar weiterhin auf einem hohen Niveau, die Befürchtungen einer vierten Welle haben sich bislang allerdings nicht bewahrheitet.

Kritisch beäugt wird Bidens Umgang mit der Migration an der Südgrenze zu Mexiko. 53 Prozent der Befragten äußerten sich in der Umfrage ablehnend, nur 37 Prozent befürworten Bidens Kurs. Die neue Regierung will die Migrationspolitik humaner gestalten als Trump, steht aber unter Druck, weil die Zahl der ankommenden Migranten und Flüchtlinge aus Lateinamerika zuletzt dramatisch gestiegen war.

Biden ist am kommenden Donnerstag 100 Tage im Amt. Im Wahlkampf ist er auch mit dem Versprechen angetreten, das tief gespaltene Land zu einen. Die politischen Fronten sind aber weiterhin verhärtet. Bedeutenden Vorhaben wie einem massiven Infrastrukturprogramm, mit dem Biden die US-Wirtschaft ankurbeln will, stehen die Republikaner kritisch gegenüber. Im Fall eines billionenschweren Corona-Konjunkturpakets bedienten sich die Demokraten eines Vermittlungsverfahrens für Haushaltsgesetze, um es auch ohne die Gunst der Republikaner verabschieden zu können.

Quelle: ntv.de, mli/dpa

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