Politik

Anklage wegen 15-fachen MordesBondi-Beach-Attentäter in Sydney angehört

16.02.2026, 09:24 Uhr
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Die Täter, Vater und Sohn, sollen aus antisemitischen Motiven gehandelt haben. (Foto: picture alliance / ZUMAPRESS.com)

Mitte Dezember schießen Naveed Akram und sein Vater während eines jüdischen Festes am Bondi Beach in Sydney um sich. 15 Menschen verlieren ihr Leben. Nun erscheint Akram per Videoübertragung vor Gericht. Während der Anhörung soll er jedoch nur ein Wort gesagt haben.

Der Täter des antisemitischen Schusswaffenangriffs am australischen Bondi Beach ist per Videoübertragung zu seiner ersten öffentlichen Anhörung vor einem Gericht in Sydney erschienen. Der wegen Terrorismus und 15-fachen Mordes angeklagte Naveed Akram erschien für etwa fünf Minuten und sprach kaum während der Anhörung, wie australische Medien berichten. Es sei bei dem Gerichtstermin überwiegend um technische Fragen gegangen.

Berichten zufolge sagte Akram nur ein Wort während der Anhörung - "Ja" -, als der Richter ihn fragte, ob er eine Diskussion über die Verlängerung der Geheimhaltung der Identität einiger Opfer gehört habe. Er soll am 9. März erneut vor Gericht erscheinen. Vor dem Gericht in Sydney sagte Akrams Anwalt Ben Archbold, sein Mandant werde unter "sehr beschwerlichen Bedingungen" festgehalten, wie der australische Sender ABC berichtet. Er sagte zudem, es sei noch zu früh, um zu sagen, ob Akram sich schuldig bekennen würde.

Am 14. Dezember hatten Naveed Akram und sein Vater Sajid Akram während einer Zeremonie zum Chanukkafest am Bondi Beach in Sydney in die Menge geschossen. 15 Menschen wurden getötet, Dutzende weitere wurden verletzt. Die australischen Behörden stufen die Tat als antisemitischen Angriff ein. Sie gehen davon aus, dass die beiden Täter von der Ideologie der Dschihadistenmiliz Islamischer Staat (IS) beeinflusst waren. Der 50-jährige Sajid Akram wurde von der Polizei erschossen.

Täter absolvierten vor Anschlag Schieß-Trainings

Den Ermittlungsergebnissen zufolge hatten die beiden Männer sich "akribisch" und "viele Monate lang" auf den Angriff vorbereitet. Sie hielten "Schusswaffen-Trainings" in ländlichem Gebiet ab, vermutlich in New South Wales. Auf Bildern waren die beiden beim Abfeuern von Schrotflinten zu sehen. Dabei bewegten sie sich Behörden zufolge auf eine "taktische" Weise. Wenige Tage vor dem Attentat unternahmen die beiden Männer demnach eine nächtliche Erkundungstour an den berühmten Strand.

Nach Erkenntnissen der Polizei nahmen die Tatverdächtigen zudem vor dem Anschlag ein Video auf, in dem sie gegen "Zionisten" wetterten. Auf dem Mobiltelefon eines der beiden sei eine Aufnahme gefunden worden, auf der sie vor einer Fahne des IS stehend einen Auszug aus dem Koran zitieren und Angaben zu "ihren Motiven" machten.

Quelle: ntv.de, lar/AFP

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