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Starke Verluste prognostiziert Bremer SPD steuert auf Debakel zu

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Am 26. Mai sind die Bremer zur Abstimmung aufgerufen.

(Foto: imago images / Eckhard Stengel)

In Bremen wird in eineinhalb Wochen eine neue Bürgerschaft gewählt. Seit Ende des Zweiten Weltkrieges regiert die SPD in dem Stadtstadt. Nun aber droht den Sozialdemokraten eine herbe Schlappe. Allerdings ist der Bürgermeister sehr beliebt.

Eineinhalb Wochen vor der Bürgerschaftswahl in Bremen sinkt die SPD in einer Umfrage auf ihren historisch niedrigsten Wert. Zudem verfehlt die regierende rot-grüne Koalition unter Bürgermeister Carsten Sieling in einer Befragung von Infratest dimap für die ARD die Mehrheit. Ähnlich sieht die Lage für die Sozialdemokraten im ZDF-"Politbarometer extra" aus. Die SPD regiert in Bremen seit 70 Jahren.

Die Sozialdemokraten verlieren in der Erhebung für die ARD in ihrer langjährigen Hochburg einen Punkt und kommen auf 24 Prozent im Vergleich zu Anfang Mai. Die CDU baut ihren Vorsprung vor der SPD aus und liegt bei 27 Prozent (plus ein Punkt). Bei den Grünen (18 Prozent) und der Linkspartei (12 Prozent) verändern sich die Werte nicht. Die FDP gibt einen Punkt ab und erreicht 5 Prozent. Die AfD büßt zwei Punkte ein und wird mit 6 Prozent gewichtet. Die Partei der Bürger in Wut liegt bei 3 Prozent.

Im ZDF-"Politbarometer extra" der Mannheimer Forschungsgruppe Wahlen kommt die regierende SPD nur noch auf 24,5 Prozent. Die CDU erhält 26 Prozent. Die Grünen liegen auch hier bei 18 Prozent. Die Linke erreicht 12 Prozent, die FDP 5,5 Prozent, die AfD 8 Prozent und die rechtspopulistische Partei Bürger in Wut 3 Prozent.

Damit hätte von den möglichen Zweierbündnissen jeweils lediglich eine Koalition aus SPD und CDU eine Mehrheit. Denkbar wäre auch eine rot-rot-grüne Koalition oder ein Bündnis aus CDU, Grünen und FDP. Keines der rechnerisch möglichen Bündnisse hätte allerdings starken Rückhalt in der Bevölkerung. Vor allem gegen eine CDU/SPD-Regierung gibt es den Umfragen zufolge starke Vorbehalte.

Sieling liegt im Direktvergleich vorn

Im direkten Vergleich der Bürgermeisterkandidaten kommt Amtsinhaber Carsten Sieling im ZDF-"Politbarometer" auf 42 Prozent - sein Herausforderer von der CDU, Carsten Meyer-Heding, auf 29 Prozent. Auch in der ARD-Umfrage liegt Sieling im direkten Vergleich vorn.

Kleinere Parteien, die landesweit unter 5 Prozent liegen, können aufgrund der Besonderheit des Bremischen Wahlrechts trotzdem in die Bürgerschaft einziehen, wenn sie in Bremen oder in Bremerhaven 5 Prozent der Stimmen erreichen.

Im kleinsten deutschen Bundesland wird am 26. Mai zeitgleich mit der Europawahl das Landesparlament neu gewählt. Infratest dimap befragte von Montag bis Mittwoch 1007 Wahlberechtigte. Die Fehlerquote wurde mit 1,4 bis 3,1 Prozentpunkte angegeben. Die Forschungsgruppe Wahlen befragte von Montag bis Mittwoch 1021 Wahlberechtigte.

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Quelle: n-tv.de, jwu/AFP/rts

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