Politik

In Handel und Nahverkehr Bund und Länder empfehlen Masken

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Menschen mit Behelfsmasken gehören bereits zum Straßenbild in Deutschland.

(Foto: dpa)

Kanzlerin Merkel und die Länder-Regierungschefs beraten über die Maßnahmen gegen die Ausbreitung von Sars-CoV-2. Eine Maskenpflicht beschließt die Runde aber nicht. Allerdings wird das Tragen von Alltagsmasken im öffentlichen Nahverkehr und im Einzelhandel "dringend" empfohlen.

Im Kampf gegen das Coronavirus empfehlen Bund und Länder "dringend" das Tragen von Alltagsmasken im öffentlichen Nahverkehr und im Einzelhandel. Eine generelle bundesweite Maskenpflicht soll es demnach aber nicht geben, verkündet Kanzlerin Angela Merkel nach Beratungen mit den Ministerpräsidenten der Länder in Berlin .

In einer Beschlussvorlage für das Treffen, die RTL/ntv vorliegt, heißt es dazu: "Für den Alltagsgebrauch gelten hinsichtlich des Tragens von Masken im öffentlichen Raum die Empfehlungen des Robert-Koch-Institutes, nach denen das Tragen sogenannter (nicht-medizinischer) Alltagsmasken oder Community-Masken in öffentlichen Räumen, in denen der Mindestabstand regelhaft nicht gewährleistet werden kann (z.B. ÖPNV), das Risiko von Infektionen reduzieren kann."

Entsprechende Masken "schützen insbesondere die Umstehenden vor dem Auswurf von festen oder flüssigen Partikeln durch den (möglicherweise asymptomatischen, aber infektiösen) Träger der Masken". Insofern könne bei richtiger Handhabung deren Einsatz sinnvoll sein, heißt es in der Vorlage.

Milliarden Masken nötig

Die Bundesregierung hatte bereits einen Bedarf an Milliarden von Schutzmasken festgestellt - Nachschub vor allem an hochwertigen Masken ist allerdings wegen einer weltweit hohen Nachfrage schwer zu besorgen. Für Deutschland bestehe über alle Varianten von einfachen Alltagsmasken bis zu Spezialmasken für medizinisches Personal ein Bedarf von mehreren Milliarden Stück innerhalb von Monaten, hatte Wirtschaftsminister Peter Altmaier kürzlich gesagt.

*Datenschutz

Merkel und die Regierungschefs der Länder hatten seit dem frühen Nachmittag darüber beraten, nach welchem Fahrplan harte Anti-Corona-Maßnahmen wie Schulschließungen und Kontaktbeschränkungen schrittweise wieder gelockert werden können. Eine Beschlussvorlage des Bundes sieht etwa vor, dass die Öffnung von Geschäften bis zu einer Verkaufsfläche von 800 Quadratmetern wieder ermöglicht werden soll.

Quelle: ntv.de, mli/dpa