Politik

Reise in Golf-Region abgesagt CSU-Chef Söder mit Corona infiziert

Nach eigenen Angaben hatte Söder noch kurz davor einen negativen Schnelltest gemacht, der PCR-Test sei aber positiv ausgefallen.

Nach eigenen Angaben hatte Söder noch kurz davor einen negativen Schnelltest gemacht, der PCR-Test sei aber positiv ausgefallen.

(Foto: picture alliance/dpa)

Eigentlich wollte Bayerns Ministerpräsident Söder sich in Saudi-Arabien über Energieversorgung informieren, doch ein positiver PCR-Test macht ihm einen Strich durch die Rechnung. "Jetzt hat es mich nach zwei Jahren doch noch erwischt", erklärt er. Deshalb gehe er nun in Isolation.

Bayerns Ministerpräsident Markus Söder ist positiv auf das Coronavirus getestet worden. Das teilte er heute selbst auf Twitter mit. Eine für die kommenden Tage geplante Reise in die Golf-Region musste er deshalb kurzfristig absagen. "Jetzt hat es mich nach zwei Jahren doch noch erwischt", schrieb Söder. Im Vorfeld seiner Reise sei am Samstag ein PCR-Test positiv gewesen. "Obwohl ich die ganze Woche täglich zweimal Schnelltests gemacht hatte - immer negativ. Den letzten sogar noch heute Morgen."

In einem weiteren Tweet schrieb er: "Der Wert des PCR-Tests ist übrigens so, dass eine Ansteckung bisher äußerst unwahrscheinlich war. Trotzdem heißt es jetzt in die Isolation. Die Auslandsreise ist damit leider abgesagt." Eigentlich hätte Söder am Sonntag zu einer Reise in die Vereinigten Arabischen Emirate und nach Saudi-Arabien aufbrechen wollen.

Spätestens seit dem russischen Angriffskrieg gegen die Ukraine ist die Energieversorgung das große Thema für Söder. "Unsere große Sorge ist, dass die Energielieferungen durch den Bund in Zukunft nur über Norddeutschland geplant werden", betonte er noch vor dem Wochenende. Dadurch drohe sich der wirtschaftliche Wohlstand zu verschieben.

Söder: Hotspot-Regelung ist "lauwarme Maßnahme"

"Daher brauchen wir auch südliche Wasserstoff- und Gaspipelines. Nicht nur Wilhelmshaven, sondern auch Triest (Italien). Deshalb ist es eine perspektivische Reise für die Energiesicherheit Bayerns bis 2030", hatte der Ministerpräsident betont.

In Bezug auf das Scheitern der allgemeinen Impfpflicht hat der CSU-Chef von der Bundesregierung darüber hinaus einen neuen Plan zur Corona-Bekämpfung verlangt. "Der Bundesgesundheitsminister muss jetzt ein Herbst-Konzept vorlegen, wie Deutschland vor neuen Corona-Rückschlägen geschützt werden kann", sagte der bayerische Ministerpräsident den Zeitungen der Funke Mediengruppe. "Wir können jetzt nur noch hoffen, dass im Herbst keine schlimme Virus-Variante kommt." Die Hotspot-Regelung sei "eine lauwarme Maßnahme" und biete keinen Schutz vor einer neuen Mutation, kritisierte er. "Wir sind damit wehrlos für den Herbst."

Quelle: ntv.de, ysc/dpa

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