Eralp und "Rote Hilfe"Connemann warnt vor Linken und macht Renten-Ansage
CDU-Politikerin Gitta Connemann warnt vor einem Dominoeffekt, sollte das Reformpaket zur Rente wieder aufgeschnürt werden. Der Berliner Linken-Spitzenkandidatin Elif Eralp zeigt sie die "rote Karte".
Die Vorsitzende der Mittelstands- und Wirtschaftsunion (MIT) Gitta Connemann warnt davor, das Rentenpaket wieder aufzuschnüren. "Es ist eine Rentenreform. Und wir müssen aufpassen, dass wir jetzt nicht einen Stein rausziehen. Dann ist es wie bei einer Dominokette und alles fällt weg", sagte Connemann im Frühstart von RTL und ntv. "Wir haben am 1. Juli ein gemeinsames, starkes Signal gesetzt. Denn damals haben Bärbel Bas, Lars Klingbeil, Friedrich Merz und Markus Söder von einem Gesamtkunstwerk gesprochen", so Connemann.
Zugleich regte Connemann an, für die notwendigen Veränderungen andere Worte zu finden. "Wir wissen, dass wir Veränderungen brauchen, um uns fit für die Zukunft zu machen. Die Frage ist: Finden wir einen anderen Begriff vielleicht für Reformen? Dieser Begriff scheint Angst zu machen. Am Ende geht es darum, eine Zukunft zu haben, eine gute Zukunft zu haben, eben immer auch für Kinder und Enkel", erklärte die MIT-Chefin.
Bei einem Kompromiss mit der SPD zeigte sie sich zuversichtlich: "Wir haben ein gutes Konzept vorgelegt. Ich glaube fest daran, dass wir gemeinsam diesen Weg auch zu Ende gehen können."
Rote Karte gegen Elif Eralp
Mit Blick auf die anstehenden Sondierungsgespräche nach der Abgeordnetenhauswahl in Berlin rät Connemann SPD und Grünen von einer Koalition mit der Linken unter Spitzenkandidatin Elif Eralp ab. "Mit so jemandem können weder die SPD noch die Grünen koalieren, wenn sie sich nicht aus der bürgerlichen Mitte verabschieden wollen", sagte Connemann. Hintergrund ist, dass Elif Eralp bis 2025 Mitglied im Verein Rote Hilfe war, der als linksextremistisch eingestuft wird.
Eralp und ihre Partei sorgten jeden Tag für neue Schlagzeilen, die nicht positiv seien und auch im Ausland gelesen würden. "Wie soll eigentlich ein Investor zukünftig noch in Berlin investieren, wenn er weiß, da ist jemand, der einem linksextremistischen Verein angehört hat, der vom Verfassungsschutz beobachtet worden ist? Das zeigt doch eine Verachtung für unseren Rechtsstaat", so die CDU-Politikerin.
Connemann zeigte zudem Verständnis für Forderungen von Bayerns Ministerpräsident und CSU-Chef Markus Söder nach finanziellen Konsequenzen für Berlin. "Wenn sich jemand über den Rechtsstaat stellt, dann kann er auf der anderen Seite nicht Forderungen an andere Länder stellen", so Connemann. "Von daher Rote Karte gegen Elif Eralp."
