Politik

Strack-Zimmermann im "Frühstart" "Das Verteidigungsministerium muss reformiert werden"

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Er sei ein robuster Typ, sagt FDP-Politikerin Strack-Zimmermann im "ntv Frühstart" über den neuen Verteidigungsminister Pistorius. Beide hätten bereits ein Vieraugengespräch geführt. Dabei sei es nicht nur um Waffenlieferungen gegangen, sondern auch um eine Reform im Ministerium.

Die Vorsitzende des Verteidigungsausschusses, Marie-Agnes Strack-Zimmermann, freut sich auf die Zusammenarbeit mit dem neuen Verteidigungsminister Boris Pistorius und lobt die Neubesetzung des Ressorts. "Pistorius ist ein robuster Typ, das ist in dieser Situation kein Nachteil", sagte die FDP-Politikerin im "ntv Frühstart".

Zudem berichtet Strack-Zimmermann, dass sich beide am Mittwochabend bei einem Vieraugengespräch darüber ausgetauscht hätten, wie die nächsten Monate in der Verteidigungspolitik aussehen werden. "Es gibt ja nicht nur die Frage, welche Waffen wir in die Ukraine liefern. Das Verteidigungsministerium muss reformiert werden. Da muss eine Menge geschehen", sagte sie über konkrete Punkte des Gesprächs.

Pistorius müsse in seinem Amt ausschließlich die Interessen der Truppe vertreten und dürfe sich nicht aus dem Kanzleramt leiten lassen, forderte die Verteidigungspolitikerin. "Für den Job muss er brennen. Natürlich hat Kanzler Olaf Scholz die Richtlinienkompetenz, aber ich glaube, dass Boris Pistorius da selbstbewusst genug ist", so Strack-Zimmermann.

Kritik aus der Union, Pistorius sei zu unerfahren im Verteidigungsbereich und ein Politiker aus der zweiten Reihe, wies Strack-Zimmermann zurück. "Das ist einfach nur peinlich. Die Union hat 16 Jahre lang das Verteidigungsministerium geführt und ohne Frau Kramp-Karrenbauer zu nahezutreten: Sie kam aus dem Saarland und hat den Job nur genutzt, um eventuell Kanzlerin zu werden."

Pistorius sei am Freitag beim Gipfel in Ramstein direkt gefordert, sagte die FDP-Politikerin weiter. "Er hat keine 100 Tage, keine 100 Stunden, er hat eigentlich nur 24 Stunden." Mit Blick auf das Treffen betonte Strack-Zimmermann, sie hoffe sehr, dass die Bundesregierung die Lieferung von deutschen Kampfpanzern bekannt geben wird. "Deutschland muss grünes Licht geben", sagte sie über mögliche Lieferungen von "Leopard 2" durch andere Staaten. Auch aus deutschen Beständen könne und müsse geliefert werden, so Strack-Zimmermann. Sie forderte, dass Deutschland bei der Debatte jetzt Führung übernehmen müsse: "Einmal den Hut aufziehen und vorne weggehen. Wir müssen aufpassen, dass Deutschland nicht der Spaltpilz Europas wird."

Quelle: ntv.de, dhe

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